Das Ziel: Bereits im Grundschulalter einen ersten anschaulichen Kontakt zu Handwerksberufen zu schaffen. So sollen Talente entdeckt, Neugier geweckt und die Kinder früh für das Handwerk begeistert werden. Dabei werden sie von Berufsschülerinnen und Berufsschülern sowie Lehrkräften unterstützt, die ihre Erfahrungen weitergeben.
Bildungsminister Armin Schwarz besuchte heute die Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen, um an dem Projekt mit der Humboldtschule Korbach – einer Grundschule – teilzunehmen: „Die Erfahrung, selbst praktisch tätig zu sein, macht einen großen Teil des Anreizes handwerklicher Berufe aus. Um schon Kinder im Grundschulalter für praktische Berufe zu begeistern, stellen frühzeitige praxisnahe Einblicke in die Welt des Handwerks also eine großartige Möglichkeit dar. Mit dem Projekt ‚Dreiklang‘ stärken wir auf diese Weise nicht nur Kreativität und motorische Fähigkeiten bei Kindern, sondern langfristig auch das Handwerk in Hessen,“ sagte Schwarz.
In den Werkstätten und der Küche der Berufsschule wurden Kinder der zweiten Klasse an die Berufsfelder Elektro, Metall und Gastronomie herangeführt.
Altersgerechte Einblicke in verschiedene Berufsfelder
Uwe Schönrock, Leiter der Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen, erklärte: „Kinder entwickeln bereits im Grundschulalter Interessen, Stärken und Zukunftsvorstellungen. Durch altersgerechte Einblicke in verschiedene Berufsfelder lernen sie früh, dass es viele unterschiedliche Bildungs- und Berufswege gibt. Wenn eine Grundschule und eine Berufsschule gemeinsam an der Berufsorientierung arbeiten, entsteht eine Brücke zwischen kindlicher Neugier und beruflicher Zukunft.“
Auch der Schulleiter der Humboldtschule Korbach, Jörg Thiele, hob die Vorzüge des Projekts hervor: „Mit dem Projekt ‚Dreiklang‘ eröffnen wir unseren Grundschülerinnen und Grundschülern einen authentischen Zugang zur Berufs- und Lebenswelt des Handwerks. Wenn Kinder frühzeitig handwerkliche Tätigkeiten kennenlernen, Materialien selbst bearbeiten und Arbeitsprozesse praktisch erproben dürfen, entstehen nachhaltige Lernerfahrungen. Die Kooperation mit den Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen ist dabei von gegenseitigem Respekt, Professionalität und einer gemeinsamen pädagogischen Zielsetzung geprägt und das Projekt wird von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie den beteiligten Partnern durchweg sehr positiv wahrgenommen. Wir sind überzeugt: Dreiklang ist ein zukunftsweisender Baustein, um Bildung praxisnah, motivierend und regional vernetzt zu gestalten.“
Das Projekt „Dreiklang“ wird aktuell mit den Erfahrungen aus den verschiedenen Standorten weiterentwickelt. Ende des vergangenen Jahres fanden dazu zwei regionale Austauschforen für beteiligte Schulen statt. Für dieses Jahr ist ein landesweites Netzwerktreffen geplant.