Geschichte bewusst zu reflektieren ist eine Voraussetzung für verantwortungsvolles politisches Handeln. Damit bleibt Bildung ein zentraler Baustein demokratischer Gesellschaften. Der Film „Die Ermittlung“ führt in die Frankfurter Auschwitz-Prozesse der 1960er Jahre ein und verbindet historische Genauigkeit mit filmischer Darstellung.
Richter, Staatsanwalt und Verteidiger sitzen im Gerichtssaal vor Aktenordnern, im Hintergrund befinden sich 18 Angeklagte. Im Vordergrund stehen die Zeugenaussagen der Überlebenden. Sie berichten vor einfachen Mikrofonen über den Weg der Gefangenen von der Rampe bis zu den Verbrechen im Lager. Die bewusst nüchterne Gestaltung des Gerichtssaals lenkt den Blick auf die historische Realität der Zeugenaussagen. Der Film eignet sich besonders für höhere Jahrgänge und für die Sek II und ist in elf Kapitel gegliedert, die auch einzeln im Unterricht eingesetzt werden können.
Er sensibilisiert dafür, dass Mechanismen von Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassismus bis heute relevant sind und unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, historische Verantwortung einzuordnen und Gegenwart und Zukunft mitzugestalten.
Das Begleitmaterial umfasst Sachtexte, historische Quellen, Fotografien, Lagepläne des Konzentrationslagers sowie Impulse für die Arbeit mit dem Film. Lehrkräfte können den Film kostenlos als DVD oder über einen zeitlich begrenzten Streaming Link beziehen und in schulischen Räumen vorführen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine Vorstellung des Films in einem Kino der Umgebung zu buchen.