In einer Zeit, in der Demokratie und gesellschaftliche Werte weltweit unter Druck geraten, ist es von zentraler Bedeutung, Schülerinnen und Schüler auf eine fundierte und kritische Auseinandersetzung mit politischen Themen vorzubereiten.
„Schülerinnen und Schüler denken angesichts der aktuellen Kriege und Konflikte verstärkt über Sicherheitspolitik nach – vor allem darüber, was das für Deutschland und für ihr eigenes Leben bedeutet. Wir müssen ihnen helfen, Sicherheitspolitik zu verstehen und einzuordnen. Die Jugendoffiziere leisten hier mit ihrer Expertise einen wichtigen Beitrag, um diese komplexen Konfliktlagen und die Rolle Deutschlands zu verstehen“, sagte Bildungsminister Armin Schwarz am Donnerstag beim Besuch des Gymnasiums Riedberg in Frankfurt. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern und Jugendoffizieren der Bundeswehr diskutierte er über die Grundlagen der deutschen Sicherheitspolitik.
Gestiegene Nachfrage an den Schulen
Die Jugendoffizierinnen und Jugendoffiziere der Bundeswehr leisten einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und vermitteln als erfahrene und praxisnahe Referentinnen und Referenten hessenweit die Herausforderungen einer bündnis- und werteorientierten Sicherheitspolitik. Seit vielen Jahren besteht dazu zwischen dem Bildungsministerium und der Bundeswehr eine Kooperationsvereinbarung, die im Jahr 2025 erneuert wurde.
Bei den Veranstaltungen der Jugendoffiziere in den Schulen geht es unter anderem darum, welche Rolle EU, Nato oder Vereinte Nationen einnehmen, wie sich regionale Krisen und Konflikte weltweit auswirken oder was die deutsche und europäische Sicherheitspolitik für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet. Es geht hingegen nicht um das Werben von Nachwuchskräften. Das Angebot richtet sich an die Klassenstufen neun bis 13 und reicht von Vorträgen und Podiumsdiskussionen bis hin zu Politiksimulationen oder Planspielen und Seminarfahrten. Die Formate werden je nach Bedarfslage der Schulen individuell konzipiert.
Eingebettet ist das Angebot in die umfangreichen Maßnahmen an Schulen zur Demokratiebildung, Extremismusbekämpfung, Kompetenzentwicklung und Gewaltprävention.
„Die gestiegene Nachfrage an unseren Schulen zeigt, dass Fragen der Sicherheitspolitik immer relevanter werden und politische Bildung wichtiger denn je ist“, erläuterte Schwarz. In den vergangenen Jahren fanden zwischen 150 und 180 Veranstaltungen der Jugendoffiziere an hessischen Schulen statt.