Jugendgruppe aus Israel und Schülerinnen und Schüler der jüdischen Lichtigfeld-Schule

Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Jugendgruppe aus Israel trifft Schülerinnen und Schüler aus Frankfurt

Bei einer Diskussionsveranstaltung anlässlich des Besuchs einer Jugendgruppe aus Israel mit Schülerinnen und Schülern an der jüdischen Isaak-Emil-Lichtigfeld-Schule in Frankfurt hat der Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, die Bedeutung des Austauschs zwischen den Kulturen, des gegenseitigen Verständnisses und eines konsequenten Kampfs gegen Antisemitismus hervorgehoben. „Freundschaft ist eine mächtige Kraft. Sie überwindet Grenzen, Sprachen und Religionen. Die deutsch-israelischen Beziehungen ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern unserer beiden Länder, die gemeinsame Geschichte zu reflektieren und sich ein persönliches aktuelles Bild vom anderen Land und seinen Menschen zu machen. Judenhass, Antisemitismus und Aggressionen gegenüber Israel sind mit unseren Werten unvereinbar und haben an unseren Schulen in Hessen keinen Platz“, sagte Schwarz am Freitag in Frankfurt.

Freundschaft ist eine mächtige Kraft.

Armin Schwarz Kultusminister

Der Besuch der Jugendlichen aus Israel, die am 7. Oktober vergangenen Jahres Schreckliches erlebt hätten und seitdem – wie 200.000 andere Menschen in Israel – aus ihren Häusern evakuiert worden seien, habe eine große symbolische Bedeutung, sagte Dr. Noga Hartmann, Leiterin der Isaak-Emil-Lichtigfeld-Schule. „Das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen mit dem neuen Kultusminister Armin Schwarz setzt ein Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit zwischen den Staaten Deutschland und Israel. Wir hoffen sehr, dass neue Freundschaften zwischen allen hier anwesenden Jugendlichen entstehen werden. Freundschaft schafft Nähe, Vertrautheit und baut Brücken, die unsere Welt braucht. An der Lichtigfeld-Schule freuen wir uns sehr, Teil des Besuchsprogramms gewesen zu sein.“

Die zwölf Jugendlichen aus Israel, ihre Tandempartner von der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt und die Schülerinnen und Schüler der Lichtigfeld-Schule tauschten sich mit Minister Schwarz über Identitäten, das jüdische Leben, Freundschaft und die Verbindung zwischen Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund aus. „Mehr denn je kommt Begegnungen wie dieser und dem Austausch zwischen Schulen beider Länder eine besondere Bedeutung zu. Wir möchten in Hessen die Schulpartnerschaften mit Israel weiter fördern, um unseren Schülerinnen und Schülern Weltoffenheit und ein historisches Verständnis zu vermitteln“, sagte Schwarz.

Hintergrund:

Für zehn Tage hat die Landesregierung zwölf israelischen Schülerinnen und Schüler, die unter den Folgen des Terrorangriffs vom 7. Oktober sowie der aktuell äußerst angespannten Sicherheitslage zu Hause zu leiden haben, nach Hessen eingeladen, um sie mit einem vielfältigen Programm zu unterstützen und ihnen zumindest zeitweise Ablenkung und Normalität zu ermöglichen. Die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren, die beim Angriff der Terroristen zum Teil Familienmitglieder verloren haben, stammen aus Kibbuzen der betroffenen Region. Alle Jugendlichen aus Israel sind für die Zeit des Besuchs mit Schülerinnen und Schülern der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt zusammen und bilden Tandempartnerschaften. Die Weinberg-Schule ist eine integrierte Gesamtschule und Eliteschule des Sports.

Die Isaak-Emil-Lichtigfeld-Schule der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt ist eine staatlich anerkannte Privatschule mit Eingangsstufe (fünfjährige Kinder), Grundschule und Gymnasium. Insgesamt besuchen rund 670 Schülerinnen und Schüler die Schule. 

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