Schülerinnen und Schüler sowie Beteiligte der KOnzerte gemeinsam mit Bildungsminister Schwarz auf der Bühne.

Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Tosender Applaus für 400 musizierende Kinder und Jugendliche im Wiesbadener Kurhaus

Kultusminister Schwarz: „Was für eine Stimmung. Von all den positiven Aspekten der musikalischen Erziehung im Schulalltag ist es das, worauf es am meisten ankommt: Begeisterung und Leidenschaft zu wecken!“

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Grandiose Auftritte von musikbegeisterten Schülerinnen und Schülern aus ganz Hessen im prunkvollen Friedrich-von-Thiersch-Saal im Wiesbadener Kurhaus am Mittwochabend: Rund 400 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulformen traten in neun Chören, Orchestern und Ensembles an und sorgten mit ihrer leidenschaftlichen Vorstellung für Begeisterung beim Landeskonzert „Schulen in Hessen musizieren“. Das abwechslungsreiche Programm zeigte dabei das breite musikalische Spektrum der hessischen Schulmusiklandschaft – vom traditionellen Volkslied bis zur tongewaltigen Bigband. Nach den einführenden Worten von Prof. Dr. Katharina Schilling-Sandvoß und Thomas Spahn, Präsidentin und Präsident des Bundesverbandes Musikunterricht – Landesverband Hessen und Veranstalter in Personalunion, lauschten die 1.700 Zuhörerinnen und Zuhörer dem Chor der Grundschule Neuer Garten Bad Arolsen. Die Kinder unter der Leitung von Petra Mies und Anne Kettschau durften ihren Regionalverband vertreten und wurden im Gegenzug mit überschwänglichem Beifall belohnt. Anschließend hielt der Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, eine Rede über die Bedeutung der Musik. Im Anschluss an das Konzert zeigte er sich erfreut: „Was für eine Stimmung – sowohl die musizierenden Kinder und Jugendlichen auf der Bühne als auch wir im Publikum haben uns ganz von der Musik mitreißen lassen. Von all den positiven Aspekten der musikalischen Erziehung im Schulalltag ist es das, worauf es am meisten ankommt: Begeisterung und Leidenschaft zu wecken!“

Auch im weiteren Verlauf des Abends war die Stimmung blendend: Die verbliebenen acht Vertreter ihrer Regionalverbände aus Frankfurt am Main, Friedrichsdorf, Herborn, Kassel, Michelstadt, Münster und Wiesbaden wurden ebenfalls mit frenetischem Applaus nach der Darbietung ihres je maximal zehn Minuten umfassenden Programms geehrt. Zuletzt durfte Marcus Kauer, Referatsleiter im Bereich der kulturellen Bildung im Kultusministerium, den neun Ensembles Urkunden zur erfolgreichen Teilnahme an der Veranstaltung überreichen.

Höhepunkt der schulischen Musikkultur

Das Landeskonzert „Schulen in Hessen musizieren“ stellt den Höhepunkt der schulischen Musikkultur in Hessen dar. Das Land Hessen legt größten Wert darauf, allen Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Musik zu ermöglichen. Die Freude am Singen und Musizieren ist deshalb ein ebenso wichtiger Bestandteil des Musikunterrichts wie die Vermittlung von musikalischem Fachwissen. Zahlreiche Landesprogramme unterstützen seit vielen Jahren erfolgreich die Musikleidenschaft unserer Kinder und Jugendlichen – hier einige Beispiele:

„Musikalische Grundschulen“ integrieren Musik in den Unterricht aller Fächer und lassen sie bis in den gesamten Schulalltag hineinwirken. Das Motto lautet „4 MEHR“: Mehr Musik vermittelt – von mehr Beteiligten – zu mehr Gelegenheiten – in mehr Fächern. Aktuell nehmen über 100 Schulen an diesem Programm teil.

„Schwerpunktschulen Musik“ ermöglichen allen Kindern ab der fünften Klasse, ein Musikinstrument zu erlernen. Die Schulen erfüllen viele verschiedene Anforderungen, unter anderem müssen Grundkurse Musik und mindestens ein Leistungskurs Musik angeboten werden.

Auch können sich Schülerinnen und Schüler mit einer Leidenschaft für Musik zu „Musikmentoren für Hessen“ ausbilden lassen. Damit dürfen sie die Leitung von Ensembles und Gruppen als Assistenz unterstützen – für manche werden hier die ersten Weichen für eine musikpädagogische Ausbildung oder ein entsprechendes Studium gestellt.

Für fachfremde Grundschullehrkräfte gibt es das Programm „PRIMACANTA – Jedem Kind seine Stimme“. Mit den entsprechenden Fähigkeiten ausgestattet, motivieren die Lehrkräfte die Kinder im Musikunterricht viel zu singen, ihre Stimme zu entdecken und die Freude an Rhythmus und Bewegung zu erleben.

Schulen musizieren ist ein bundesweites Projekt des Bundesverbands Musikunterricht. Seit 1978 findet die Veranstaltung auf regionaler und Landesebene statt. Teilnehmen können alle hessischen Musiklehrkräfte mit ihren Ensembles.

Zum Landeskonzert 2024 waren folgende Ensembles eingeladen:

  • Regionalbegegnung Bad Arolsen:
    Chor der Grundschule Neuer Garten Bad Arolsen
    Leitung: Petra Mies und Anne Kettschau
  • Regionalbegegnung Frankfurt:
    DSL-Concert Band, -Strings und Musical-AG der Dreieichschule Langen
    Leitung: Hanna Bönig und Christian Herget
  • Regionalbegegnung Friedrichsdorf:
    Jugendorchester Attacca der Kurt-Schumacher-Schule Karben
    Leitung: Yorck Pretot, Claus Carsten Behrendt, Robert Koch
  • Regionalbegegnung Herborn:
    Bläserensemble der Fritz-Philippi-Schule Breitscheid
    Leitung: Heike Schlicht
  • Regionalbegegnung Kassel:
    Flötenensemble des Friedrichsgymnasiums Kassel
    Leitung: Eduard Menzel
  • Regionalbegegnung Michelstadt:
    Schulchor 5/6 des Gymnasiums Michelstadt
    Leitung: Albena Vogel
  • Regionalbegegnung Münster:
    Concert Band der Geschwister-Scholl-Schule Rodgau & Orchester der Schule auf der Aue Münster
    Leitung: Tino Desogus & Cornelia Krones
  • Regionalbegegnung Wiesbaden:
    Oberstufenchor der Oranienschule Wiesbaden
    Leitung: Tobias Hahn