Besondere Leistungen an Hessens Schulen

Hessens Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte überzeugen deutschlandweit mit herausragenden Leistungen, ob im Labor, auf der Bühne oder auf dem Spielfeld.

Jugend trainiert für Olympia & Paralympics: Medaillenregen für Hessen

Berlin, 21.–25. September

Beim Herbstfinale von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics in Berlin traten im September hessische Teams in 13 Sportarten an und erzielten herausragende Ergebnisse. Erfolgreichste Schule war die Karl-Rehbein-Schule Hanau mit Gold und Silber im Rudern. Silbermedaillen gingen an das Taunusgymnasium Königstein (Golf), die Altkönigschule Kronberg (Tennis) und die Elly-Heuss-Schule Wiesbaden (Schwimmen).

Die Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt erreichte mehrere Podestplätze, darunter Bronze in Leichtathletik und Fußball. Auch die Paralympic-Teams der Paul-Moor-Schule aus Wehretal (Leichtathletik), der Martin-Buber-Schule aus Gießen (Fußball ID) und der Karl-Preising-Schule aus Bad Arolsen (Schwimmen) überzeugten mit großem Einsatz und Teamgeist.

Hessische Innovationskraft beim Nationalen Science on Stage Festival

Radebeul, 28. September

Beim diesjährigen Science on Stage Festival präsentierten Lehrkräfte aus ganz Deutschland neue Ideen für einen praxisnahen MINT-Unterricht. Unter den prämierten Projekten wurden gleich zwei hessische Beiträge ausgezeichnet:

Mitmach-MINT-Messe – Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim am Main
Rebecca Alberti, Annette Bergmann, Selina Kirchner und Mathieu Robert haben mit ihrer schulinternen Mitmach-MINT-Messe ein Format entwickelt, das Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge an eigenen Ständen aktiv werden lässt. Im Mittelpunkt stehen Forschen, Ausprobieren und der Austausch über MINT-Interessen. Unterrichtsinhalte, AGs und Projekte werden sichtbar gemacht und in die Schulgemeinschaft getragen. Das Format zeigt, wie MINT-Bildung kreativ und niedrigschwellig verankert werden kann.

KLAB – das KlemmbausteinLABor – Gutenbergschule Wiesbaden
Sabrina Alfonso und Andreas Meier entwickelten das KLAB als mobile DIY-Lösung für kostengünstige Schülerexperimente. Mit handelsüblichen Klemmbausteinen lassen sich Versuche aus Optik, Mechanik und Magnetismus flexibel und kreativ realisieren. Die Jury lobte den hohen Praxisbezug und die Experimentierfreude.

Beide Teams gehören zur deutschen Delegation und werden Deutschland beim Internationalen Science on Stage Festival 2026 in Litauen vertreten. Dort teilen sie ihre Ideen mit Kolleginnen und Kollegen aus über 30 Ländern. Die Projekte zeigen, wie viel Innovationskraft im hessischen MINT-Unterricht steckt, von der kreativen Unterrichtsidee bis zum internationalen Austausch.

Übersicht über die Gewinnerprojekte: https://www.science-on-stage.de/news/unsere-delegation-fuer-klaipedaÖffnet sich in einem neuen Fenster

YouStartN: Schülerfirma aus Butzbach gewinnt Publikumspreis

Berlin/Butzbach, 1. Oktober

Der Wettbewerb YouStartN der Stiftung Bildung zeichnet bundesweit Schülerfirmen aus, die sich für nachhaltiges, soziales und ökonomisches Unternehmertum engagieren. Die gemeinsame Schülerfirma „In Gemeinschaft stark“ der IGS Schrenzerschule und der Weidigschule Butzbach hat in diesem Jahr den Publikumspreis gewonnen.

Das Projekt verbindet Schule, Wirtschaft und Gesellschaft auf besondere Weise und zeigt, wie Jugendliche Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten können. Die Kooperation der beiden Schulen besteht erst seit 2024, hat aber bereits in diesem Jahr das Ausbildungs-Speeddating mit 30 Unternehmen sowie zwei Frühlingsbälle mit fast 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hervorgebracht. Seit diesem Schuljahr lernen rund 60 Schülerinnen und Schüler beider Schulen im Wahlpflichtunterricht gemeinsam, unterstützt von ihren Lehrkräften Herrn Giesemann und Herrn Keßler, den Wirtschaftspaten Fabian Goedert und Sophia Reiter von der Firma Fisego sowie dem Verein Druckhaus e. V. Das nächste Ausbildungs-Speeddating ist bereits in Vorbereitung. 

Jugend präsentiert: Sechs hessische Talente unter den Top 20

Berlin, 26.–28. Oktober

Beim Bundesfinale des Wettbewerbs Jugend präsentiert drehte sich in diesem Jahr alles um das Thema Universum. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugten mit kreativen und verständlichen Präsentationen zu komplexen naturwissenschaftlichen Fragen.

Hessen war besonders erfolgreich: Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler nahmen hessenweit teil – nach Bayern die stärkste Teilnehmergruppe. Im Bundesfinale erreichten sechs hessische Schülerinnen und Schüler die Top 20, vier von ihnen qualifizierten sich für das Finale und belegten dort vordere Plätze.

Den zweiten Platz erreichten Olivia und Jolina Kratz von der Winfriedschule Fulda mit ihrer Präsentation „Sind wir alle aus Sternenstaub gemacht?“. Ihre Mitschülerin Livia Rupp belegte den dritten Platz, Henriette Drechsel (Winfriedschule Fulda) schaffte es in die Kategorie Platz vier bis sechs.

Mit diesem Ergebnis bestätigt Hessen einmal mehr seine starke Rolle in der MINT-Förderung und zählt bundesweit zu den erfolgreichsten Ländern.

Jugend forscht: Hessen bei der Erfindermesse iENA vertreten

Nürnberg, 1.–3. November

Drei junge MINT-Talente präsentieren ihre innovativen Projekte auf der internationalen Erfindermesse iENA 2025 in Nürnberg. Unter ihnen ist Vladislav Praznik (20) aus Rödermark, der einen Roboterprototyp mit KI-basierter Fernsteuerung entwickelt hat. Der Roboter kann Bewegungen eines Menschen erkennen und präzise nachahmen. Mit integrierten Drucksensoren ermöglicht er, dass der Mensch sogar spürt, was der Roboter berührt – ein beeindruckender Schritt in Richtung sensibler Robotik.

Das Projekt entstand im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs Jugend forscht, der bundesweit junge Menschen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördert. Neben Praznik zeigten auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bayern und Bremen ihre ausgezeichneten Erfindungen – von intelligenten Ampelsystemen bis zu digitalen Türschildern für Schulen.

Die Teilnahme an der iENA bietet den Preisträgerinnen und Preisträgern die Möglichkeit, ihre Projekte einem internationalen Fachpublikum vorzustellen und wertvolles Feedback für ihre weitere Forschung zu erhalten.

Herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen Erfolgen!