Seit zweieinhalb Jahren ist die derzeitige Landesregierung im Amt. Das Bildungsministerium hat in dieser Zeit wichtige, richtungsweisende Maßnahmen umgesetzt, um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Zugleich werden neue Vorhaben für einen modernen Bildungsstandort vorangetrieben. Auf dieser Seite werden wichtige Ergebnisse und neue Projekte vorgestellt – welche die Arbeit in dieser Legislaturperiode prägen.
Erreichtes und Geplantes
Für starke Bildung in Hessen
DIe Kernthemen
Hessen hat zum Schuljahr 2025/2026 landesweit einheitliche Regeln für die Nutzung privater Smartphones, Smartwatches und anderer digitaler Geräte an Schulen eingeführt – ein Schritt mit bundesweiter Signalwirkung. Ziel ist mehr Konzentration im Unterricht, ein besseres Wohlbefinden für Kinder und Jugendliche sowie ein stärkeres Miteinander in den Pausen. Zugleich setzt das Land ein klares Zeichen gegen Mediensucht, exzessiven Social-Media-Konsum und belastende Inhalte wie Gewalt, Fake News oder Cybermobbing, die ernsthafte psychische Folgen wie Depressionen oder Schulangst nach sich ziehen können. Die Rückmeldungen aus den Schulen sind durchweg positiv. Parallel treibt Hessen die Digitalisierung weiter voran: mit gezielter, konsequent ausgebauter Medienbildung und einer neuen, zentral über das Schulportal verfügbaren KI-Anwendung, die die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärkt.
Hessen zählt zu den Ländern mit den wenigsten Schulabbrechern und überzeugt im Bildungsvergleich mit starken Ergebnissen in schulischer Integration – dafür ist die erfolgreiche Deutschförderung ausgebaut worden. Im Schuljahr 2024/2025 kam ein Extra-Stellenpaket für Lehrkräfte, das eine zusätzliche Deutschstunde in allen zweiten Klassen ermöglicht. Denn klar ist: Gute Deutschkenntnisse sind der Schlüssel zu Bildungserfolg – unabhängig von der Herkunft. Als Land mit einer der höchsten Migrationsquoten setzt Hessen auf eine durchgängige, systematische Förderung: von verpflichtenden Vorlaufkursen vor der Einschulung bis hin zur Deutschförderung in der dualen Ausbildung. Auch das erfolgreich gestartete Pilotprojekt für mehr Deutsch in den Klassen drei und vier – zugunsten einer der beiden Englischstunden – wird auf mehr Grundschulen ausgeweitet.
Die Zukunft unseres Landes beginnt in den Klassenzimmern. Umso wichtiger ist es, gesellschaftlicher Spaltung früh und entschieden entgegenzutreten – mit klaren Werten, die Orientierung geben und den Zusammenhalt stärken. Hessen hat seine Aktivitäten in der Werte- und Demokratiebildung deshalb deutlich ausgebaut. In den Intensivklassen lernen geflüchtete Kinder und Jugendliche im Rahmen der Deutschförderung in zwei Wochenstunden unsere Normen, Werte und die Grundlagen der Demokratie kennen – als solide Basis fürs Ankommen. Mit der digitalen WERTvoll-Plattform steht allen Schulen ein zentraler Raum für Austausch, Projekte, Aktionstage und Fortbildungen zur Verfügung. Gleichzeitig werden vor Ort die Kooperationen gestärkt: mit Polizei, Jugendfeuerwehren sowie Hilfs- und Rettungsdiensten – und auch die bewährte Zusammenarbeit mit den Jugendoffizieren der Bundeswehr wird weiter ausgebaut.
Die Vorhaben
Mit digitalen Lernsystemen bringt Hessen die individuelle Förderung im Unterricht auf das nächste Level – mit Fokus auf eine Mathematik-Offensive. Seit Mai testen Schulen ein innovatives Online-Lernsystem, das sich automatisch an den individuellen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler anpasst, Verständnislücken erkennt und passende Aufgaben mit motivierenden Elementen zum selbständigen Üben vorschlägt. Lernstanddaten aus Kompetenztests werden analysiert und münden direkt in Fördermaßnahmen. Lehrkräfte werden durch automatische Korrekturen und Auswertungen entlastet – gewinnen Zeit für das Wesentliche: gute pädagogische Unterstützung. Gleichzeitig liefern die Daten wichtige Impulse zur Steuerung eines qualitätsvollen Unterrichts.
So viele wie nie: Rund 67.000 Lehrkräfte arbeiten an Hessens Schulen. In dieser Legislatur wurden dafür 2.100 zusätzliche Stellen geschaffen. 350 Stellen werden im kommenden Schuljahr zur Verstärkung für hochwertige Ganztagsangebote eingesetzt – ein klares Signal für die Bedürfnisse von Eltern und Kindern. Insgesamt stehen im Ganztag nun 5.730 Stellen zur Verfügung, eine Investition von über 300 Millionen Euro. Damit sind die Grundschulen gut auf den Rechtsanspruch für ganztägige Angebote in allen ersten Klassen vorbereitet. Schon heute bieten mehr als 87 Prozent aller Schulen in Hessen Ganztagsprogramme an.
Hessen hat Wiederbelebungsunterricht in die Schulen gebracht – als erstes Land verpflichtend. Schritt für Schritt wird das Angebot bis Ende der Legislatur in allen siebten Klassen verankert. In diesem Schuljahr werden 60.000 Jugendliche wiederbeleben können. Gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung, der Björn Steiger Stiftung und Hilfsorganisationen wird so die Erste-Hilfe-Kompetenz im ganzen Land verbessert.
Um junge Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten, wird in den Schulen auch die Finanz- und Verbraucherbildung gestärkt. Die Einbeziehung in Lehrpläne, der Ausbau von Lehrkräftefortbildungen, die Etablierung praxisnaher Unterrichtsmaterialien oder des Tages der Finanz- und Verbraucherbildung an Schulen wurden in dieser Legislatur bereits umgesetzt. Die Zusammenarbeit erfolgt mit Partnern wie der Deutschen Bundesbank, den Verbraucherzentralen und dem Hessischen Finanzministerium.