Im Rahmen der Abschiedsfeier dankte er der Lehrerin, Schulleiterin und Schulamtsleiterin für insgesamt 35 Dienstjahre im hessischen Schulsystem und ihre Leistungen in dieser Zeit: „Sie sind eine hervorragende Zuhörerin, offen, zugewandt und stets interessiert am Gegenüber. Ihre Entscheidungen treffen Sie mit Bedacht, Sie führen mit Übersicht, Wertschätzung und einem hohen Verantwortungsbewusstsein. Und bei all dem blieb stets spürbar, dass Sie Ihre Arbeit gerne tun: zielgerichtet, voller Energie und gleichzeitig mit wohltuender Gelassenheit. Sie haben das Schulwesen geprägt, Menschen gefördert und Strukturen weiterentwickelt.“
Frau Schmidt-Schales sagte über ihre Dienstzeit: „Dankbar bin ich dafür, dass ich in meiner beruflichen Entwicklung als Lehrerin, Schulleiterin und im Staatlichen Schulamt immer die Aufgabe hatte, dazu beizutragen, für Kinder und junge Menschen gute Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Eine gute schulische Ausbildung ist die Grundlage für den späteren Erfolg in Beruf und Studium. Hier gilt es, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, ihre unterschiedlichen Stärken zu erkennen, sodass sie in ihrer Umgebung wirksam werden können, und sie dort zu fördern, wo sie Hilfe benötigen. Keiner soll zurückbleiben, kein Talent darf verlorengehen. Dabei ist es wichtig, auch auf die unterschiedlichen Bedingungen zu achten, unter denen Kinder und Jugendliche leben, damit sie in schweren Zeiten in der Schule besonders unterstützt werden.“
Kinder und Jugendliche auf unterschiedlichen wissenschaftlichen und kulturellen Feldern fördern
Rita Schmidt-Schales wurde 1960 in Wadern im Saarland geboren und studierte in Kassel Deutsch und Katholische Theologie auf Lehramt. Anschließend unterrichtete sie zunächst Deutsch als Zweitsprache an unterschiedlichen Institutionen, darunter an der Universität Kassel in einem Kooperationsprojekt mit der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit. Ihre erste Station an einer Schule hatte sie an der Gesamtschule Alt-Oberhausen in Nordrhein-Westfalen, bevor sie im Jahr 1994 nach Kassel zurückkehrte, wo sie am Gymnasium Albert-Schweitzer-Schule zur Studienrätin ernannt wurde. Bereits ab 1998 war sie mehrmals an das Staatliche Schulamt in Kassel abgeordnet, unter anderem als Vertreterin der Frauenbeauftragten für die Lehrerinnen. Ab 2002 übernahm sie kommissarisch die Aufgaben der Studiendirektorin am Oberstufengymnasium Albert-Schweitzer-Schule Hofgeismar, 2004 wurde sie zur Studiendirektorin an der Albert-Schweitzer-Schule Kassel ernannt. Es folgte eine Station als Direktorin der kooperativen Gesamtschule Wilhelm-Filchner-Schule Wolfhagen (heute Walther-Lübcke-Schule), bevor sie zunächst kommissarisch, ab 2014 dann endgültig, als Leitende Direktorin an das Staatliche Schulamt in Fulda wechselte. Bevor sie im Jahr 2023 die Leitung des Staatlichen Schulamtes für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Werra-Meißner-Kreis übernahm, war sie an das Hessische Kultusministerium abgeordnet, wo sie insbesondere im Bereich der Qualifizierung für Schulleiterinnen und Schulleiter in Hessen mitwirkte. Zudem war sie Mitglied der Steuerungsgruppe „Hessische Europaschulen“.
„Ein wichtiges Anliegen waren für mich auch die internationalen Kontakte, die das schulische Leben bereichern, wie Austauschfahrten, gemeinsame Projekte und insbesondere die Europaschulen. Es ist sehr schön mitzuerleben, wie Kontakte zu Jugendlichen in anderen Ländern kulturell bilden, zu Freundschaften werden und das Erlernen einer Sprache mit so viel Freude verbunden ist“, so Schmidt-Schales weiter.
Auch das Thema Begabtenförderung bei Schülerinnen und Schülern lag ihr am Herzen. So gründete sie in Kassel, Fulda und Bebra jeweils eine Kinder- und Jugendakademie in Zusammenarbeit mit Universitäten, außerschulischen Lernorten und dem Ministerium, die interessierte Kinder und Jugendliche auf unterschiedlichen wissenschaftlichen und kulturellen Feldern fördern.
Hintergrund
Das Staatliche Schulamt in Bebra ist zuständig für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Werra-Meißner-Kreis. In diesem Bereich liegen insgesamt 83 Schulen mit 28.052 Schülerinnen und Schülern und 2.372 Lehrkräften.