Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Biologie und Kunst: Frankfurter Schulprojekt begeistert

Kunst und Biologie – was wie eine nicht sofort eingängige Kombination wirkt, ist für die Schülerinnen und Schüler mehrerer Frankfurter Schulen zu einer eindringlichen Erfahrung geworden.

Im Rahmen des Projekts „Wir für morgen: Wissenschaft trifft Kunst – Zelle als Kraftwerk“ konnten Jugendliche sich intensiv mit der faszinierenden Welt der Zellen auseinandersetzen. Besonders prägend war dabei der Einsatz eines Hochleistungsmikroskops, das mit 15.000 Euro durch das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen gefördert wurde. Zur Vorbereitung auf die Projektarbeit kamen Forscherinnen und Forscher des Dr.-Petra-Joh-Forschungshauses der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder in den Biologieunterricht der teilnehmenden Schulen. Sie erzählten von ihrer Arbeit, beantworteten Fragen zur Forschung sowie zur Krankheit Krebs und mikroskopierten mit den Schülerinnen und Schülern an verschiedenen Zellproben. „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie interdisziplinäres Lernen Begeisterung für Wissenschaft und Kunst wecken kann. Indem die Schülerinnen und Schüler biologische Prozesse nicht nur theoretisch erforschen, sondern diese künstlerisch interpretieren, vertiefen sie ihr Verständnis und entwickeln zugleich kreative Ausdrucksformen. Solche innovativen Bildungsansätze fördern nicht nur Wissen, sondern auch Empathie und Teamgeist“, betonte Bildungsminister Armin Schwarz.

Kreative Umsetzung: Zellmodelle, Kunstwerke und Animationsfilm

Die gewonnenen Erkenntnisse übersetzten die Jugendlichen anschließend im Biologieunterricht in Zellmodelle, während im Kunstunterricht, in der Kunst-AG und in der Werkstatt „Was geht ab im Universum einer Zelle?“ in Zusammenarbeit mit dem Künstler Julius Bockelt eine begehbare Zelle entstand. Darüber hinaus gestalteten die Jugendlichen einen Animationsfilm, der die Funktionsweise einer Zelle zeigt.

Die Ergebnisse wurden anlässlich des Weltkinderkrebstags in den Schwanenhallen des Frankfurter Römers vom 15. bis 17. Februar ausgestellt. Eine Auswahl daraus wird auch von dieser Woche an bis zum 30. März auf der Kinderstation für Onkologie im Uniklinikum Frankfurt zu sehen sein, um die Verbundenheit und den Rückhalt der Schülerinnen und Schüler für die erkrankten Kinder zu zeigen.