Zwei Männer bei einer feierlichen Ordensverleihung vor Landes- und Bundesflaggen; einer hält die Urkunde, der andere präsentiert das Verdienstkreuz.

Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Hansjörgen Kuhn erhält Verdienstkreuz

Der in Frankfurt lebende gebürtige Wetterauer Hansjörgen Kuhn erhält von Bildungsminister Armin Schwarz das Hessische Verdienstkreuz am Bande für sein Engagement für benachteiligte Jugendliche.

Der 80-Jährige Wahl-Frankfurter hat sich seit über 15 Jahren in besonderem Maße für Jugendliche, insbesondere solcher mit Migrationshintergrund eingesetzt. Dafür hat ihm Bildungsminister Armin Schwarz an diesem Dienstag in Wiesbaden das Hessische Verdienstkreuz am Bande verliehen.

„Hansjörgen Kuhn hat sich in außerordentlicher Art und Weise um den sozialen Zusammenhalt in Frankfurt verdient gemacht. Mit seinem unermüdlichen Engagement, seinem Einfallsreichtum und seine Fähigkeiten, Menschen für seine Ideen zu begeistern, hat er gezeigt, wie wirksame Jugendarbeit und Integration aussehen können. Seine Projekte haben immer die Menschen in den Mittelpunkt gestellt, damit die Grenzen zwischen ihnen überwunden werden,“ sagte Schwarz und lobte die Leistungen von Kuhn im Rahmen der Ehrung.

Kuhn wurde im Jahr 1944 im hessischen Gedern (Wetterau) geboren. Nachdem er lange Jahre leitender Mitarbeiter bei einem Unternehmen im fränkischen Kronach war, kehrte er im Jahr 2003 nach Hessen zurück, wo er in Frankfurt ein eigenes Beratungsunternehmen aufbaute. Bereits im Jahr 1989 trat er in den LIONS-Club Kronach ein, nach seinem Umzug wechselte er in den LIONS-Club Frankfurt-Museumsufer, dem er in den Jahren 2008 bis 2009 auch als Präsident vorstand.

Projekte für Integration, Entwicklung und Bildung von Jugendlichen

Sowohl im Rahmen seiner Vereinstätigkeit als auch darüber hinaus setzte er sich intensiv für die Förderung, Persönlichkeitsentwicklung und Integration Jugendlicher ein. Beispielhaft dafür stehen drei langfristige Programme, bei deren Initiierung, Umsetzung und langfristigen Weiterführung er federführend war. In den Jahren 2010 bis 2015 bringt Kuhn mit dem Projekt „Erfolg in Frankfurt“ sozial benachteiligte Jugendliche mit erfolgreichen Personen aus Frankfurt zusammen, die aus ähnlichen Verhältnissen stammen. Seit dem Jahr 2013 sorgt das von ihm entwickelte Programm „Interkultureller Dialog“ für interkulturelle und interreligiöse Verständigung zwischen Jugendlichen mit unterschiedlichen Hintergründen. Im Jahr 2015 entwickelte er unter dem Namen „together-frankfurt“ ein breites Paket aus Bildungs-, Entwicklungs- und Integrationsangeboten für Jugendliche mit dem Ziel den sozialen Zusammenhalt in seiner Wahlheimat zu stärken.

„Unsere Gesellschaft lebt von Menschen wie Ihnen, die Verantwortung übernehmen und entschlossen sind, die Welt zum Besseren zu verändern. Sie beeinflussen nicht nur das Leben der Menschen, für die Sie sich einsetzen, sondern zeigen auch anderen Menschen, dass man mit Engagement und Herzblut etwas bewegen kann,“ schloss der Minister ab.