Auf der „Himmelsbühne“ des Hessentages haben sich heute 1.700 Schülerinnen und Schüler von acht Musikalischen Grundschulen aus dem Landkreis Fulda zum gemeinsamen Singen und Tanzen getroffen. Teilgenommen haben die Schülerinnen und Schüler der Astrid-Lindgren-Schule Hettenhausen, der Bonifatiusschule Fulda, der Grundschule Haimbach, der Florenbergschule Pilgerzell, der Grundschule Uttrichshausen, der Cuno-Raabe-Schule Fulda, der Eberhardschule Tann und der Grundschule St. Georg Großenlüder. Es war bereits das zehnte „Singtreffen“ im Land dieser Art.
Bildungsstaatsekretär Dr. Manuel Lösel in Fulda: „Wir erleben heute, dass etwas Einzigartiges entsteht, wenn viele Schülerinnen und Schüler gemeinsam singen, rappen und tanzen: Musik kennt keine Sprachbarrieren und keine Unterschiede. Sie kann Freude schenken, Mut machen, Trost spenden und Begeisterung wecken. Damit gelingt das Lernen leichter. Deshalb leisten die Musikalischen Grundschulen seit Jahren eine vielfältige, qualitativ hochwertige Arbeit, geben wertvolle Impulse sowie tolle musikalische Momente, die in Erinnerung bleiben.“
Integration von Musik in den Schulalltag
Hessens Musikalische Grundschulen integrieren die Musik in den Unterricht aller Fächer und in den gesamten Schulalltag. Es wird gesungen und musiziert, mit Klängen experimentiert, Gedichte vertont, Vokabeln gerappt, Zahlenreihen rhythmisch gelernt, Geschichten komponiert, Instrumente gelernt, Klanggärten gebaut und vieles mehr. Die Landesregierung unterstützt das Landesprogramm mit den Musikalischen Grundschulen mittlerweile seit 20 Jahren. Aktuell arbeiten 110 hessische Grundschulen mit diesem Angebot.
Mit dem Leitsatz „Mehr Musik in mehr Fächern zu mehr Gelegenheiten von mehr Beteiligten“ haben sich die Musikalischen Grundschulen seit dem Jahr 2005 zu einem festen Schulentwicklungsprogramm etabliert. Alle vier Jahre werden Schulen zertifiziert und durch begleitende Fortbildungen unterstützt. Die Schulen kooperieren mit Musikschulen, Verbänden, Hochschulen, Universitäten, Akademien und weiteren Partnern. Nach dem hessischen Vorbild wurde das Programm schon in sechs weiteren Bundesländern aufgebaut: Bayern, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Das Programm ist eines von vielen erfolgreichen und etablierten Angeboten in der musikalischen Bildung an Hessens Schulen. Dass Kreativität und Musik die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen fördert, zeigen auch die Landesprogramme und Vorhaben wie „ZusammenSpiel Musik“ (128 Schulen), „Schulen mit Schwerpunkt Musik“ (99 Schulen), „Primacanta“ (27 Schulen), „Response“ (20 Klassen) oder das Blockflötenprojekt (20 Schulen).