Die deutsche, die hessische und die ukrainische Flagge

Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Landesregierung lädt vom Krieg betroffene Jugendliche aus Kiew ein

Nach den verheerenden Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew müssen die Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur zeitweise ohne Wasser, Heizung oder Strom auskommen, auch die Schulen bleiben aktuell geschlossen. Um zumindest einigen Kiewer Jugendlichen ein wenig Ablenkung von diesem sehr belastenden Alltag zu ermöglichen, lädt die hessische Landesregierung eine Gruppe von zwölf ukrainischen Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren sowie drei Begleitpersonen für eine Woche nach Hessen ein. Die Schülerinnen und Schüler besuchen das Lyceum 241, das in der besonders von den russischen Angriffen betroffenen Kiewer Innenstadt liegt. Ab dem 25. Januar sind sie jetzt zu Gast bei ihrer Partnerschule, dem Gymnasium Johanneum in Herborn.

Bildungsminister Armin Schwarz wird die Jugendlichen am kommenden Montag (26. Januar) willkommen heißen. „Die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine bewegen uns alle – ganz besonders in den hessischen Schulen. Wir unterstützen die Schulleitungen und Lehrkräfte dabei, den geflüchteten Kindern und Jugendlichen hier die bestmöglichen Chancen für ihr Leben in Deutschland zu eröffnen. Auch im Unterricht selbst spielt die Aufarbeitung des Krieges eine wichtige Rolle. Was für uns in Deutschland aber immer noch kaum fassbar bleibt, ist das Schicksal der Menschen vor Ort. Mit dieser Einladung möchten wir einigen der besonders betroffenen Jugendlichen aus Kiew für ein paar Tage ein Stück Normalität ermöglichen.“

Treffen mit Europaminister Pentz und Landtagspräsidentin Wallmann

In den sieben Tagen, die sie in Herborn verbringen, werden die Schülerinnen und Schüler am Unterricht des Gymnasiums Johanneum teilnehmen und die Schule kennenlernen. Außerdem erwartet sie ein vielfältiges Programm: Dazu gehören noch Treffen mit dem Hessischen Europaminister Manfred Pentz sowie Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, Ausflüge zu Museen in der Region und ein gemeinsamer Sportnachmittag.

Die Partnerschaft zwischen der Herborner und der Kiewer Schule ist Teil eines OECD-Projekts, das die Reform der ukrainischen Oberstufe begleitet. Das Johanneum ist zudem eine der ausgewählten hessischen Schulen, die seit dem Schuljahr 2024/2025 im Rahmen eines in Deutschland einzigartigen Pilotprojektes Ukrainisch als zweite Fremdsprache anbieten.

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