Die Qualitätsentwicklung an Schulen und Ausbildungsseminaren fördert das Lernen und Wohlbefinden von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nachhaltig. Sie ist kein Selbstzweck, sondern ein kontinuierlicher Prozess zur ganzheitlichen Weiterentwicklung von Unterrichts- und Schulqualität. Grundlage ist eine Kultur der Zusammenarbeit, die auf Vertrauen, Wertschätzung und Eigenverantwortung basiert. Alle Beteiligten tragen gemeinsam Verantwortung für die Umsetzung einer geteilten Bildungsvision und für die Weiterentwicklung von Schule und Ausbildung. Dabei wird regelmäßig reflektiert, inwiefern die gesetzten Entwicklungsschwerpunkte zur Qualität schulischer Lern- und Lebensräume beitragen.
Die begleitete, zyklische Selbstevaluierung an den Hessischen Europaschulen (HES) unterstützt diese partizipative Qualitätsentwicklung in einem demokratisch gestalteten Prozess. Sie orientiert sich an:
- den fünf Programmzielen der HES und
- dem Kompetenzmodell des „Reference Framework of Competences for Democratic Culture“ (RFCDC) des Europarats.
Die Selbstevaluierung stärkt eine ganzheitliche Betrachtung der Schulentwicklung. Einzelne Projekte werden dabei in den Gesamtkontext der schulischen Entwicklung eingebettet. Auf dieser Grundlage wird der Stand der Programmumsetzung regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Alle drei Jahre erfolgt eine vertiefte Gesamtauswertung, in der:
- Entwicklungsstände analysiert werden,
- Stärken sichtbar gemacht werden,
- Entwicklungspotenziale identifiziert werden.
Die Ergebnisse werden in einem Dreijahresbericht zusammengeführt, der als Grundlage für die weitere Programmteilnahme dient. Der Bericht wird auf Basis der schulischen Evaluationen und Aktivitäten erstellt und beim Fachreferat im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen (HKMB) eingereicht. Die Auswertung erfolgt unter Einbeziehung der Steuergruppe sowie der wissenschaftlichen Begleitung.
Zur Unterstützung der Schul- und Programmentwicklung nehmen die Beteiligten regelmäßig an Tagungen, Fortbildungen sowie regionalen und überregionalen Arbeitsformaten teil. Ergänzend bietet das Fachreferat im HMKB zielgerichtete Veranstaltungs- und Unterstützungsformate an, die die Umsetzung der Programmziele und die Arbeit mit dem RFCDC begleiten und weiter vertiefen.
Diese Formate stärken insbesondere:
- Partizipation,
- Zusammenarbeit in den Schulen,
- die kontinuierliche Weiterentwicklung der schulischen Qualitätsprozesse sowie die Zusammenarbeit im Netzwerk der Hessischen Europaschulen.