Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung so zu unterstützen und zu stärken, dass einerseits das Auftreten bestimmter Problematiken (Suchtverhalten, Gewalt, psychische oder körperliche Erkrankungen) vermieden wird und andererseits Kinder und Jugendliche dazu befähigt werden, mit ihren alltäglichen Herausforderungen des Heranwachens kompetent und konstruktiv umzugehen, ist das Ziel der umfassenden universellen Präventionsstrategie.
Die hier aufgeführten Programme, die durch das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB), die Schulpsychologie sowie externe Kooperationspartner bereitgestellt werden, fördern insbesondere die Stressbewältigungskompetenz, die Problem- und Konfliktlösekompetenz sowie die Adaptionsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Zudem stärken sie deren soziales Verhalten und ihr Zutrauen, auch auf komplexe und herausfordernde Situationen angemessen und flexibel reagieren zu können. Einige Programme klären zudem explizit über psychische Erkrankungen auf, leisten einen Beitrag zu deren Entstigmatisierung und motivieren zur Inanspruchnahme von Hilfen im Bedarfsfall.
Gesundheitsförderung
Präventionsprogramme schaffen einen Raum, sich in der Schule mit psychischen Belastungen auseinanderzusetzen und Verhaltensweisen im Umgang mit Belastungen zu entwickeln.
Ziele und Inhalt
„Safe Place” ist ein Training für Schülerinnen und Schüler, das den Umgang mit Stress und Belastungen in den Mittelpunkt stellt und so die Resilienz, also die psychische Belastbarkeit, stärken soll. Das Programm vereint Elemente der Psychoedukation zu Stress und Stressbewältigung (wie den Zusammenhang von Gedanken – Gefühlen und körperlichen Reaktionen) mit interaktiven Übungen, die die eigenen Stressreaktionen und Bewältigungsstrategien direkt erfahrbar machen.
Zielgruppe
Schulformen: alle allgemeinbildenden Schulformen
Schulebene: einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: 4-6
Aufbau und Durchführung des Programms
Anzahl der Module: 5 Module: 5 Sitzungen (idealerweise Doppelstunden) mit der Trainerin oder dem Trainer (Multiplikatorin oder Multiplikator an der Schule) und 5 Sitzungen, die von der Klassenlehrkraft selbstständig zur Vertiefung durchgeführt werden
Das Unterrichtsprogramm „Psychische Gesundheit und Schule“ unterstützt die Förderung der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. Mithilfe von persönlichen Erfahrungsberichten wird der konstruktive Umgang mit einer psychischen Erkrankung besprochen. Dies soll Empathie und Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern fördern und eventuell bestehende Berührungsängste und Vorurteile abbauen. Zudem wird über das eigene psychische Wohlbefinden und dessen Förderung gesprochen und es werden Strategien zu einem positiven Umgang mit Stress und Belastungssituationen vermittelt.
Zielgruppe
Schulformen: alle allgemeinbildenden Schulformen
Schulebene: einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: 8 – 11 (auch für höhere Jahrgangsstufen einsetzbar)
Aufbau und Durchführung des Programms
Anzahl der Module: 6 Module (idealerweise Doppelstunden)
Durchführende: Lehrkräfte / pädagogische Fachkräfte ggf. Unterstützung durch Schulpsychologinnen und Schulpsychologen
Ergänzende Informationen: Multiplikationsfortbildungen und begleitende Netzwerktreffen durch die Schulpsychologie in den staatlichen Schulämtern.
Fortbildung erforderlich: ja
Zielgruppe der Fortbildung: Lehrkräfte/pädagogische Fachkräfte
Aufbau der Fortbildung: Eintägige Fortbildung (1,0 Tage)
Anmeldung zur Fortbildung: Anmeldung zur Multiplikationsfortbildung erfolgt durch die Schulpsychologie im staatlichen Schulamt
Kosten: keine
Verantwortliche/Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Schulpsychologie, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen in den Staatlichen Schulämtern
Das Programm beinhaltet Ansätze zur Implementierung von Resilienzförderung und psychosozialer Unterstützung unter besonderer Berücksichtigung schulpsychologischer Kompetenzen im interkulturellen Kontext. Es kann vor allem in Schulklassen mit zugewanderten Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden. Im Fokus steht die Gestaltung eines anerkennenden Umfeldes in der Schule, welches Schülerinnen und Schüler, aber auch pädagogische Fachkräfte entlastet und die Selbstwirksamkeit aller stärkt.
Zielgruppe
Schulformen: Alle Schulformen
Schulebene: Einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: Alle Jahrgangsstufen
Aufbau und Durchführung:
Anzahl der Module: Allgemeine Fortbildungserkenntnisse können in den unterrichtlichen Alltag integriert werden
Das Programm besteht aus Schultagen zum Thema psychische Gesundheit. Die Teilnehmenden lernen Warnsignale psychischer Krisen kennen und setzen sich mit jugendtypischen Bewältigungsstrategien auseinander.
Sie hinterfragen Ängste und Vorurteile gegenüber psychischen Krisen und betroffenen Menschen und erfahren, wo sie Hilfe erhalten.
Zielgruppe
Schulformen: Alle Schulformen
Schulebene: Einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: Ab Jahrgangsstufe 8
Aufbau und Durchführung
Anzahl der Module: Ein Schultag (etwa 5 Stunden)
Durchführende: zwei Trainerinnen und Trainer der regionalen Kooperationspartner (Fachpersonen, die beruflich und persönlich Erfahrungen mit psychischen Krisen und deren Bewältigung sowie Prävention und Gesundheitsförderung haben)
Ergänzende Informationen: Die Umsetzung des Programms in den Kommunen verantworten die Regionalgruppen. Bei Interesse an einem Schultag ist Kontakt mit den regionalen Ansprechpartnern aufzunehmen, mit denen alle Fragen rund um den Schultag geklärt werden können.
Fortbildung erforderlich: Nein
Kosten: keine - Eine finanzielle Beteiligung der Schule ist in der Regel nicht zwingend erforderlich, erfolgt jedoch nach individueller Absprache.
Verantwortliche/Kooperationspartner:
Die Umsetzung des Programms in den Kommunen verantworten die Regionalgruppen.
MindMatters ist ein Präventionsprogramm zur Förderung der psychischen Gesundheit in Schulen. Mit den im Fachunterricht einsetzbaren Unterrichts- sowie Schulentwicklungsmodulen unterstützt MindMatters Schulen dabei, eine Kultur zu entwickeln, in der das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit sowohl der Lernenden als auch der Lehrkräfte gefördert werden.
Zielgruppe
Schulformen: Alle Schulformen
Schulebene: Gesamte Schule
Jahrgangsstufen: Alle Jahrgangsstufen
Aufbau und Durchführung
Anzahl der Module: Aktuell stehen 10 ausgearbeitete Module (3 Schulentwicklungsmodule und 7 Unterrichtsmodule, mit je unterschiedlichem Themenschwerpunkt) in Form von Durchführungsmanualen zur Verfügung, die Lehrkräfte im Unterricht einsetzen können.
Durchführende: Die Themen können von den Lehrkräften im Unterricht behandelt werden. Ausgebildete Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für das Programm unterstützen durch Fortbildungen und Beratungen.
Ergänzende Informationen:
Für das Programm MindMatters besteht kostenloser Zugang zu umfangreichem Unterrichtsmaterial, das direkt eingesetzt werden kann. Fokussierung sowohl auf Schülerinnen und Schüler als auch auf die Schule als System.
Fortbildung erforderlich: Vorstrukturierte Materialien können im Unterricht (mit wenig eigener Einarbeitung) eingesetzt werden. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren bilden zu einzelnen Modulen sowie zum gesamten Programm fort.
Zielgruppe der Fortbildung: Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter, UBUS-Kräfte
Anmeldung zur Fortbildung: Bei Interesse an dem Programm MindMatters wenden Sie sich bitte an das für Ihre Schule zuständige Staatliche Schulamt oder an die Unfallkasse Hessen
Kosten: keine
Verantwortliche/Kooperationspartner: Gemeinsam mit der BARMER unterstützt die Unfallkasse Hessen (UKH) das von der Leuphana Universität, Lüneburg entwickelte Angebot und die Durchführung des Programms.
Programme zur Förderung allgemeiner Lebenskompetenzen
Ziele und Inhalt
Das ganzheitliche Präventionsprogramm KLASSE KLASSE, entwickelt von KIKS UP, kann leicht in den Unterrichtsalltag der Grundschule integriert werden. Spielerisch werden die drei Präventionsbereiche psychosoziale Gesundheit, Bewegungsförderung sowie Ernährungsbildung in den Tagesablauf eingebunden. Das Präventionsspiel KLASSE KLASSE bietet dazu vielfältige und ansprechend gestaltete Unterrichtsmaterialien, die der Lehrkraft Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten geben, um die Lerninhalte an die Bedürfnisse der Klasse anzupassen.
Zielgruppe
Schulformen: Grundschulen
Schulebene: Einzelne Klassen oder die ganze Schule
Jahrgangsstufen: Ab Jahrgangsstufe 1
Aufbau und Durchführung
Anzahl der Module: Kontinuierliche, tägliche Einbindung in den Unterricht
Durchführende: Lehrkräfte
Ergänzende Informationen: Das Spiel und die umfangreichen Materialien werden nach der Teilnahme an der Fortbildung zur Verfügung gestellt. Um das Präventionsspiel „lebendig“ zu halten und die Lehrkräfte kontinuierlich zu begleiten, bietet KIKS UP 1x im Jahr einen (Online-)Qualitätszirkel für den kollegialen Austausch an.
Fortbildung erforderlich: Ja
Zielgruppe der Fortbildung: Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte
Aufbau der Fortbildung: 2,0 Tage an der Schule, in der KIKS UP-Akademie oder über eine Lernplattform
Kosten: Die Kosten für die Fortbildung und das umfangreiche Material übernimmt in Hessen die IKK Südwest. Von den Teilnehmenden muss ein einen Teilnahmebeitrag von 20,- Euro geleistet werden.
Verantwortliche/Kooperationspartner: gemeinnütziger Verein KIKS UP e.V.
Weitere Informationen zum Programm: www.klasse-klasse.de
Ziele und Inhalt
Klasse2000 ist ein leicht umsetzbares und wirkungsvolles Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Suchtprävention und Gewaltprävention in der Grundschule. Die Kinder lernen und erfahren, was sie selbst tun können, damit es ihnen gut geht und sie sich wohlfühlen.
Zielgruppe
Schulformen: Grundschulen und Förderschulen
Schulebene: einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: Klasse 1-4
Aufbau und Durchführung
Anzahl der Module: Kontinuierliche Einbindung in den Unterricht
Durchführende: Fachkräfte des Vereins / Lehrkräfte
Ergänzende Informationen: Die Fachkräfte des Vereins gestalten 2 bis 3 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr und führen in neue Themen ein. Die Lehrkräfte vertiefen anschließend diese Themen. Dazu erhalten sie ausführliche Unterrichtskonzepte und zahlreiche Materialien, die an die Unterrichtsinhalte der jeweiligen Jahrgangsstufen anknüpfen.
Unterrichtsmaterialien für die Kinder gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen.
Fortbildung erforderlich: Nein
Kosten: Für die Teilnahme einer Klasse ist die Übernahme einer Patenschaft in Höhe von 250,- Euro pro Jahr erforderlich.
Verantwortliche/Kooperationspartner: Verein Programm Klasse 2000 e.V.
EIGENSTÄNDIG WERDEN ist ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung. Mithilfe von EIGENSTÄNDIG WERDEN erwerben die Schülerinnen und Schüler wichtige Gesundheits- und Lebenskompetenzen, die ihnen helfen, einen gesunden Lebensstil zu entwickeln – körperlich, seelisch und sozial.
Zielgruppe
Schulformen: Grundschulen und weiterführende Schulen
Schulebene: einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: Klasse 1-4 / 5-6
Aufbau und Durchführung
Anzahl der Module: Kontinuierliche Einbindung in den Unterricht, es werden 28 ausformulierte Unterrichteinheiten für die Grundschule und 16 Unterrichtseinheiten für die Klassenstufe 5 und 6 bereit gestellt.
Durchführende: Lehrkräfte
Ergänzende Informationen: Nach der Teilnahme an der Fortbildung erhalten die Lehrkräfte Zugang zu einem digitalen Materialordner. Nach ca. 4 Monaten schließt sich ein kollegialer Erfahrungsaustausch an.
Bei Lions-Quest „Erwachsen werden“ werden die Persönlichkeit und soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern aktiv gefördert und damit das Miteinander im Klassenverband, die Lernerfolge und das Klassenklima verbessert. Junge Menschen lernen mit Lions-Quest „Erwachsen werden“ Konflikt- und Risikosituationen erfolgreich zu begegnen und für Probleme zielführende Lösungen zu finden. Lions-Quest „Erwachsen werden“ hilft bei der Entwicklung der persönlichen Identität, bei der Ausdrucksfähigkeit eigener und der Wahrnehmung fremder Emotionen und unterstützt beim toleranten Umgang mit unterschiedlichen lebensbiografischen Aspekten.
Zielgruppe
Schulformen: alle allgemeinbildenden Schulformen ab Sekundarstufe I
Schulebene: Einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: Ab Jahrgangsstufe 9
Aufbau und Durchführung
Anzahl der Module: Kontinuierliche Einbindung in den Unterricht
Durchführende: Lehrkräfte
Ergänzende Informationen: Es besteht eine Kooperation zwischen dem Programmanbieter und dem Projekt Gewalt- und Demokratielernen (GuD) im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen
Fortbildung erforderlich: ja
Zielgruppe der Fortbildung: Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal
Aufbau der Fortbildung: Fortbildungsseminar 2,5 Tage
Lions-Quest „Erwachsen handeln“ stärkt neben den Lebenskompetenzen ein ausgeprägtes Demokratieverständnis und die Bereitschaft zum gesellschaftlichen Engagement bei Schülerinnen und Schülern. Das Programm fördert inhaltlich, methodisch und systematisch Inklusion, Interkulturalität und Menschenrechte. Dabei bildet das Angebot den idealen Rahmen, die Phase vom schulischen Abschluss zum beruflichen Einstieg erfolgreich zu begleiten.
Zielgruppe
Schulformen: alle allgemeinbildenden Schulformen ab Sekundarstufe I
Schulebene: Einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: Ab Klasse 8
Aufbau und Durchführung
Anzahl der Module: Kontinuierliche Einbindung in den Unterricht
Durchführende: Lehrkräfte
Ergänzende Informationen: Es besteht eine Kooperation zwischen dem Programmanbieter und dem Projekt Gewalt- und Demokratielernen (GuD) im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen
Fortbildung erforderlich: ja
Zielgruppe der Fortbildung: Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal
Aufbau der Fortbildung: Fortbildungsseminar 2,5 Tage
Lions-Quest „Zukunft in Vielfalt“ fördert interkulturelle Kompetenzen bei jungen Menschen im Alter von 10 bis 21 Jahren, unabhängig von ihrer Herkunft. Als Fokusseminar zum Thema „interkulturelle Kompetenz“ bedient es sich in Auszügen bei den bewährten Seminare Lions-Quest „Erwachsen werden“ und Lions-Quest „Erwachsen handeln“, ergänzt um einige neue Übungen.
Zielgruppe
Schulformen: Alle allgemeinbildenden Schulformen ab Sekundarstufe I
Schulebene: einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: Ab Klasse 5
Aufbau und Durchführung
Anzahl der Module: Kontinuierliche Einbindung in den Unterricht
Durchführende: Lehrkräfte
Ergänzende Informationen: Es besteht eine Kooperation zwischen dem Programmanbieter und dem Projekt Gewalt- und Demokratielernen (GuD) im Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen.
Fortbildung erforderlich: ja
Zielgruppe der Fortbildung: Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal
Aufbau der Fortbildung: Fortbildungsseminar 1,5 Tage
Die Ausstellung richtet sich an Jugendliche, Lehrkräfte und Eltern sowie an andere Menschen, die sich für Heranwachsende engagieren. Sie eignet sich für den Unterricht sowie für Lehrkräftefortbildungen, Elternabende, Jugendarbeit, Veranstaltungen zur seelischen Gesundheit uvm. Auf den Ausstellungstafeln sind junge Menschen abgebildet. Sie sprechen über ihre psychischen Gesundheitsprobleme und darüber, was ihnen dabei geholfen hat, sich heute wieder besser zu fühlen.
Die Wanderausstellung „Wie geht´s?“ des Vereins Irrsinnig menschlich e.V. kann über die hessischen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen in den Staatlichen Schulämtern ausgeliehen und im Rahmen von Präventionskonzepten und Veranstaltungen in den Schulen eingesetzt werden. Zudem bietet auch die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAGE) die Roll-ups im Verleih an.
„Safe Place” ist ein Training für Schülerinnen und Schüler, das den Umgang mit Stress und Belastungen in den Mittelpunkt stellt und so die Resilienz, also die psychische Belastbarkeit, stärken soll. Das Programm vereint Elemente der Psychoedukation zu Stress und Stressbewältigung (wie den Zusammenhang von Gedanken – Gefühlen und körperlichen Reaktionen) mit interaktiven Übungen, die die eigenen Stressreaktionen und Bewältigungsstrategien direkt erfahrbar machen.
Zielgruppe
Schulformen: Grundschulen und Schulen mit Sekundarstufe I
Schulebene: einzelne Klassen
Jahrgangsstufen: 4-6
Aufbau und Durchführung des Programms
Anzahl der Module: 5 Module (idealerweise Doppelstunden) mit der ausgebildeten Multiplikatorin oder dem Multiplikator an der Schule und jeweils anschließende 5 Sitzungen (ca. eine Unterrichtsstunde), die von der Klassenlehrkraft selbstständig zur Vertiefung durchgeführt werden.
Durchführende: Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, in Einzelfällen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen
Ergänzende Informationen: Der optimale Abstand zwischen den einzelnen Modulen beträgt zwei bis drei Wochen.
Fortbildung erforderlich: ja
Zielgruppe der Fortbildung: Lehrkräfte / pädagogische Fachkräfte
Aufbau der Fortbildung: ein- bis zweitägige Fortbildung plus ggf. Hospitation
Kooperationspartner/Anmeldung
Multiplikationsfortbildungen und begleitende Netzwerktreffen werden durch die Schulpsychologie in den Staatlichen Schulämtern angeboten.
Das Programm beinhaltet Ansätze zur Implementierung von Resilienzförderung unter besonderer Berücksichtigung von langandauernden und belastenden Lebensereignissen, wie z.B. Fluchterfahrungen. Es kann vor allem in Schulklassen mit zugewanderten Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden. Im Fokus steht die Gestaltung eines stabilisierenden und anerkennenden Lernumfeldes sowie die gezielte Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen in der Schule, um Schülerinnen und Schüler, aber auch pädagogische Fachkräfte zu entlasten und die Selbstwirksamkeit aller zu stärken.
Bedarfsorientierte kontinuierliche Integration der Elemente in den unterrichtlichen Alltag. Eine beispielhafte Planung für 36 Wochen steht zur Verfügung.
Ergänzende Informationen: Das Programm beinhaltet traumapädagogische Erkenntnisse und Ansätze der Verhaltens- und Verhältnisprävention sowie der universellen Prävention.
Fortbildung erforderlich: wird empfohlen
Zielgruppe der Fortbildung: Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, UBUS, Schulsozialarbeit
Aufbau der Fortbildung: 3 Module jeweils halbtägig (1,5 Tage)
Bei Bedarf werden hessenweite Online-Vernetzungsstrukturen angeboten.
Auf der Grünen Liste Prävention geführt: Nein
Geförderte Kompetenzen/ Inhalte: Traumapädagogik, Soziales Lernen, Stressbewältigung, Selbstwirksamkeit, Emotionsregulation, Achtsamkeit, Unterstützung von Lehrkräften im Umgang mit eigenem Stresserleben, Schulkultur
Thematischer Kontext: psychische Gesundheit, Resilienzförderung, Traumapädagogik, Migration und Flucht, Schulkultur
Ziele und Inhalt
MindMatters ist ein Präventionsprogramm zur Förderung der psychischen Gesundheit in Schulen. Mit den im Fachunterricht einsetzbaren Unterrichtsmodulen sowie dem Schulentwicklungsmodul unterstützt MindMatters Schulen dabei, eine Kultur zu entwickeln, in der das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit sowohl der Lernenden als auch der Lehrkräfte gefördert werden.
Zielgruppe
Schulformen: Alle Schulformen
Schulebene: einzelne Klassen / gesamte Schule
Jahrgangsstufen: Alle Jahrgangsstufen
Aufbau des Programms/ Module: Aktuell stehen 9 ausgearbeitete Module (1 Schulentwicklungsmodul und 8 Unterrichtsmodule, mit je unterschiedlichem Themenschwerpunkt) in Form von Durchführungsmanualen zur Verfügung, die Lehrkräfte im Unterricht einsetzen können.
Durchführende: Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter
Ergänzende Informationen:
Für das Programm MindMatters besteht kostenloser Zugang zu den umfangreichen Modulen, die direkt eingesetzt werden können. Fokussierung sowohl auf Schülerinnen und Schüler als auch auf die Schule als System.
Fortbildung erforderlich: Nein, vorstrukturierte Materialien können im Unterricht (mit wenig eigener Einarbeitung) eingesetzt werden.
Zielgruppe der Fortbildung: Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter, UBUS-Kräfte
Anmeldung zur Fortbildung: Bei Interesse an dem Programm MindMatters wenden Sie sich bitte an das für Ihre Schule zuständige Staatliche Schulamt oder an die Unfallkasse Hessen.
Die Unfallkasse Hessen bietet regelmäßig zentrale (online) Informationsveranstaltungen an.
Kooperationspartner/ Anmeldung: Gemeinsam mit der BARMER unterstützt die Unfallkasse Hessen das von der Leuphana Universität Lüneburg entwickelte Angebot und die Durchführung des Programms.
Im Bedarfsfall kann Unterstützung, insbesondere bei der Begleitung des Schulentwicklungsprozesses, im zuständigem Staatlichen Schulamt oder bei der Unfallkasse Hessen angefragt werden.