Demokratie lebt durch Menschen, die sie täglich gestalten. Diese Überzeugung hat das Ministerium in konkretes Handeln übersetzt und die Initiative zur Werte- und Demokratiebildung ausgeweitet. Das Ehrenamt soll daher an einem besonderen Tag gewürdigt werden. Dazu sind Schulen aufgerufen, Teil des Ehrentages zu werden und ihn durch eigene Ideen mitzugestalten. Dazu können sie sich mit eigenen Aktionen am Freitag, den 22. Mai 2026 am Ehrentag beteiligen. Anregungen sowie die Anmeldung zur Teilnahme finden Sie auf dieser Seite.
Ehrenamtliches Engagement
Jetzt mitmachen beim Ehrentag 2026!
Mögliche Aktionen
Hier finden Lehrkräfte einige Anregungen für Aktionen, die anlässlich des Ehrentags an hessischen Schulen durchgeführt werden können.
Schülerinnen und Schüler können den Ehrentag nutzen, um sich über ehrenamtliches Engagement zu informieren und passende Möglichkeiten für sich zu entdecken. Am einfachsten ist es, zunächst Interessen und Stärken zu klären: Möchte ich mit Menschen arbeiten, in der Natur sein, kreativ sein oder mich politisch einbringen? Dafür können sie z.B. auf den Seiten ihrer Kommunen, von Vereinen oder Wohlfahrtsverbänden nach Jugendangeboten und Freiwilligendiensten suchen oder in der Schule gezielt nachfragen, welche Projekte, AGs oder Kooperationen es bereits gibt. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, ehrenamtlich aktive Personen aus der jeweiligen Stadt oder Gemeinde einzuladen und diese von ihren Erfahrungen berichten zu lassen.
Schülerinnen und Schüler berichten im Rahmen einer Doppelstunde von ihrem ehrenamtlichen Engagement. Im eigenen Klassenverband dürfen sich Schülerinnen und Schüler vorab melden, um eine kurze Präsentation ihres ehrenamtlichen Engagements vorzubereiten. Denkbar ist z. B. ein Engagement in der Kinder- und Jugendfeuerwehr, ein Traineramt für eine Jugendmannschaft im Sport oder die Leitung eines Kindergottesdienstes. Die Kinder und Jugendlichen berichten, aus welchen Motiven sie sich engagieren, wie dieses im Alltag aussieht, welchen Sinn sie darin sehen und warum es sie glücklich macht. So können die engagierten Ehrenämtler ihre Mitschülerinnen und Mitschüler vom Ehrenamt begeistern.
Ältere Schülerinnen und Schüler können Vorleseaktionen für jüngere Klassen an der Schulgemeinde anbieten oder in Absprache mit den für die Schulbibliothek zuständigen Personen eine Schmökerstunde organisieren und zugleich erklären, wie man sich etwas ausleihen kann.
Die Schülerinnen und Schüler lernen die Arbeit der Tafel kennen, indem diese z.B. von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorgestellt wird. Die Kinder bringen verpackte Lebensmittel von zu Hause mit. Diese werden gesammelt und im Rahmen der Aktion Vertretern der Tafel übergeben.
Schülerinnen und Schüler können Briefe oder Postkarten an Menschen mit wenig sozialen Kontakten in Einrichtungen schreiben. Die Schulgemeinde legt dabei fest, welche Klassen teilnehmen, an welche Einrichtungen man sich richtet und welche Leitlinien beim Verfassen gelten sollen (z.B. freundliche Alltagsthemen, keine problematischen Themen oder sensiblen Daten). Reaktionen von dort können später an der Schule geteilt werden und ggf. zu einer Fortführung der Aktion motivieren.
Schülerinnen und Schüler besuchen Senioreninnen und Senioren in einem nahegelegenen Altenpflegezentrum. Dort beschäftigen sie sich gemeinsam mit Spielen, Basteln, Malen und Musik. Beide Gruppen bilden so eine Gemeinschaft, die von der gegenseitigen Wertschätzung lebt und durch das Interesse am Gegenüber geprägt ist. Ein lebendiger Austausch zwischen unterschiedlichen Generationen und gelebte Teilhabe an den je unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten kann so umgesetzt werden.
Unterschiedliche Vertreter der Blaulichtfamilie stellen ihre ehrenamtliche Tätigkeit und ihren spezifischen Nutzen für die Zivilgesellschaft vor. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass unser Gemeinwesen auf sehr vielfältige ehrenamtliche Tätigkeiten angewiesen ist und engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger hohe Anerkennung verdienen. Eingeladen werden können beispielsweise Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr, des DRKs, des THWs und des Malteser Hilfswerks.
An zahlreichen Schulen leisten Jugendliche ehrenamtlich Erste Hilfe, übernehmen Bereitschaftsdienste bei Schulveranstaltungen und lassen sich entsprechend qualifizieren. Aktive Jugendliche können von ihrem Engagement berichten oder selbst kurze Erste-Hilfe-Übungen für Mitschülerinnen und Mitschüler anleiten, um auf die Wichtigkeit des Themas und die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit in diesem Bereich aufmerksam zu machen.
Die Aktion Hessen unterstützt Schulen bei ihren Spendenaktionen (u.a. mit Checklisten, Druckvorlagen, Textbausteinen, Teilnehmerurkunden, Spendenquittungen usw.), verleiht allen beteiligten Schulen jährlich die Plakette „Engagierte Schule“ und kommt auf Wunsch zu einem Schulbesuch. Es ist auch eine Verstetigung der Unterstützung im Rahmen einer dauerhaften Schulpatenschaft möglich. So können Schulen für Projekte der AHH sammeln und ihre Schülerschaft für soziale Belange sensibilisieren. Aktionsbeispiele: Pfandflaschensammlung in der Schule oder zu Hause, Verkaufsstand mit selbst gebackenen Waffeln, Kuchen, Getränken, Blumen o. ä., Tombola, Flohmarkt, Versteigerungen oder Firmenspenden, Konzerte oder Theaterstücke als Benefiz-Veranstaltung, Sportveranstaltungen, schulische Veranstaltungen wie das Schulfest.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten ein Formular, in welches sich ihre Sponsoren mit einem festgelegten Betrag pro gelaufene Runde eintragen können. Die Läuferinnen und Läufer gehen in den Wochen vor dem Ehrentag auf mögliche Sponsoren zu, um möglichst viele Spenden sammeln zu können. Die Schulgemeinde muss sich auf eine Organisation einigen, an die sich die Spenden richten. Über die sozialen Projekte, die durch den Spendenlauf gefördert werden, sollte zudem in einer Unterrichtsstunde gesprochen werden, sodass sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Spendenziel identifizieren können. Denkbar ist es z. B. für eine Organisation zu spenden, die der Zivilbevölkerung in der Ukraine hilft.
Schülerinnen und Schüler, die sich über Jahre aktiv in die SV-Arbeit oder Gremien wie die Schulkonferenz einbringen, können von ihrem Engagement berichten oder gezielt eine Sprechstunde anbieten, an der interessierte Schülerinnen und Schüler teilnehmen, um z.B. Fragen dazu zu stellen, wie sie sich selbst engagieren können.
Im Rahmen von Ganztags- und verschiedenen Betreuungsangeboten können Schülerinnen und Schüler jüngere Kinder z.B. bei Hausaufgaben unterstützen, mit ihnen spielen oder Ideen entwickeln, wie man neuen Mitschülerinnen und Mitschülern das Ankommen an der Schulgemeinde erleichtern kann. Möglich sind einmalige Aktionen, die aber längerfristig etabliert werden können (z.B. Patenschaften für neue Schülerinnen und Schüler).
Dazu gehören zum Beispiel Müllsammelaktionen auf dem Schulgelände, die Pflege eines Schulgartens oder kleine Energie-Teams, die herausfinden, wie man an der Schulgemeinde noch mehr Strom sparen kann. Möglich ist auch die Zusammenarbeit mit lokalen Naturschutzgruppen. Schülerinnen und Schüler können so Verantwortung übernehmen und erleben, dass ihr Einsatz vor Ort konkret etwas verändern kann.
Schulen können mit den örtlichen Kitas kooperieren, z.B. in Form einer gemeinsamen Bastelaktion oder einer Spielestunde. Die älteren Schülerinnen und Schüler helfen beim Schneiden, Kleben und Malen, erklären Arbeitsschritte und unterstützen die Jüngeren etwa bei Fensterbildern oder Collagen. Denkbar ist auch, dass sich die Schülerinnen und Schüler einfache Spiele überlegen, die sie mit den Kitakindern durchführen.
Die Unterrichtseinheit vermittelt Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement und warum es entscheidend ist, füreinander da zu sein. Mithilfe von Lückentexten und Puzzeln lernen sie verschiedene Organisationen und Einrichtungen kennen, in denen man sich freiwillig engagieren kann: https://www.bildungsserver.de/onlineressource.html?onlineressourcen_id=64735Öffnet sich in einem neuen Fenster
Weitere Informationen
Zusätzliche Inhalte rund um das Thema "ehrenamtliches und soziales Engagement an hessischen Schulen".
Das Land Hessen bündelt Informationen, Angebote und Unterstützungsmaßnahmen rund um das Thema freiwilliges Engagement in Hessen auf einer Seite. Diese bietet u.a. die Möglichkeit:
- über eine Ehrenamtssuchmaschine ein Ehrenamt zu finden
- sich über Veranstaltungen und Projekte zu informieren sowie diesbezüglich konkrete Praxistipps zu erhalten
- Informationen zu Förderprogrammen, Qualifizierungsmaßnahmen und die Ehrenamts-Card zu erhalten
Schülerinnen und Schüler können sich in Hessen zur Bestätigung und als Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit eine Bescheinigung als Anlage zum Zeugnis, auch „Zeugnisbeiblatt“ genannt, ausstellen lassen.
Übersicht über häufig gestellte Fragen zu Möglichkeiten und Rahmenbedingungen von ehrenamtlichem Engagement an Schulen.
Das „Freiwillige Soziale Schuljahr in Hessen“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren und kann in mehreren Landkreisen realisiert werden. Das typische Engagement umfasst z.B. das Helfen in Kitas, die Mitarbeit bei der Tafel oder die Versorgung von Katzen und Hunden in Tierheimen. Die Jugendlichen engagieren sich ein dreiviertel Jahr für rund zwei Stunden pro Woche und erhalten zum Abschluss ein Zertifikat: