Menschen schauen in die Kamera

Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

3.000 zugewanderte Jugendliche absolvieren das Deutsche Sprachdiplom

Teil der intensiven Deutschförderung: Bildungsminister Schwarz übergibt in Kassel stellvertretend die Diplome an 51 erfolgreiche Schülerinnen und Schüler.

Die Integration junger geflüchteter und zugewanderter Menschen in das hessische Bildungssystem wird über alle Bildungsgänge und Schulformen hinweg verfolgt – von Sprachförderkursen vor der Einschulung bis hin zu Intensivklassen in den Schulen. Den umfangreichen Sprachfördermaßnahmen für Zugewanderte in Hessen, die mit dem international anerkannten Deutschen Sprachdiplom DSD I an allgemeinbildenden und DSD I PRO an Berufsschulen abschließen, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie sind der Garant für den schulischen Erfolg sowie für den Übergang in Ausbildung und Beruf. 

Heute hat Minister Armin Schwarz an der Schule Hegelsberg in Kassel stellvertretend 51 Absolventinnen und Absolventen ihre Diplome verliehen und ihnen zu dieser besonderen Auszeichnung gratuliert: „Die Schülerinnen und Schüler kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern und bringen entsprechend verschiedene Lernbiografien mit. Was sie verbindet, ist ihr Wunsch, Deutsch zu lernen und den Einstieg in den regulären Schulunterricht oder das duale Ausbildungssystem zu schaffen. Das Deutsche Sprachdiplom ist dabei seit Jahren ein wichtiges Qualitäts- und Evaluationsinstrument und wird auch künftig einen festen Platz an unseren Schulen einnehmen. Hessen gehört dabei zu den Ländern mit den höchsten Teilnehmerzahlen und der besten Quote bestandener Sprachdiplome. Dafür danke ich besonders den Lehrkräften der Sprachkurse für den wichtigen Beitrag, den sie täglich bei der Vermittlung des Spracherwerbs leisten.“

Hessen liegt bundesweit im vorderen Bereich

Die Zahl der geflüchteten und zugewanderten Schülerinnen und Schüler, die eines der beiden Prüfungsformate ablegen, ist seit Beginn der Sprachfördermaßnahme im Schuljahr 2012/2013 stetig gestiegen. Allein in diesem Jahr haben 47 Prozent der fast 2.000 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen die Prüfungen zum DSD I auf B1-Niveau und 32 Prozent auf A2-Niveau absolviert. Die Prüfungen zum DSD I PRO an beruflichen Schulen legten rund 1.760 Jugendliche und junge Erwachsene ab, von denen 36 Prozent ein B1-Zertifikat und 31 Prozent ein A2-Zertifikat erhalten. Insgesamt haben rund 3.000 Schülerinnen und Schüler an den diesjährigen Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom teilgenommen.

Hessen lag bisher mit den Ergebnissen hinsichtlich der Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und der Quote bestandener Diplome bundesweit im vorderen Bereich. Grundlage für diesen Erfolg ist unter anderem die Einhaltung von qualitätssichernden Maßnahmen: Lehrkräfte werden in DSD-Qualifizierungsschulungen ausgebildet. Außerdem sichert das Land die landesweite Durchführung und Koordination des DSD-Prüfungsablaufes, übernimmt die Prüfungskosten der Schülerinnen und Schüler und bereitet sie auf eine Teilhabe an unserer Gesellschaft vor.

Auch in der Wirtschaft finden die Diplome Anklang: Die Industrie- und Handelskammern im Land etwa empfehlen Ausbildungsbetrieben, das DSD I PRO als sprachliche Zugangsvoraussetzung für die Aufnahme einer dualen Ausbildung zu akzeptieren, da es in allen Prüfungsteilen berufsbezogene Themen behandelt und praxisnahe Kenntnisse vermittelt. 

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