Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Bildungsminister Schwarz hat die Bedeutung von Werte- und Demokratiebildung hervorgehoben

Bildungsminister Armin Schwarz hat als Vertreter der Landesregierung bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am ehemaligen amerikanischen Beobachtungsstützpunkt Point Alpha die Bedeutung von Werte- und Demokratiebildung hervorgehoben.

Im Rahmen des Festaktes der Point Alpha Stiftung an diesem Freitag anlässlich des 36. Jahrestags der Deutschen Einheit legten die Ehrengäste, darunter auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, auf dem Gelände des ehemaligen amerikanischen Camps Kränze für die Opfer der deutschen Teilung nieder.

Bildungsminister Schwarz: „Der Tag der Deutschen Einheit ist ein Tag der Freude. Aber er ist auch ein Tag des Erinnerns. Es ist unsere Aufgabe, den Beteiligten am zivilgesellschaftlichen Kampf für Freiheit, Demokratie und Einheit wieder ein Gesicht zu geben. Das ermöglicht uns und insbesondere der jungen Generation eine persönliche, empathische Auseinandersetzung mit unserer Geschichte und stiftet eine selbstbewusste, freiheitliche Identität. Point Alpha ist dafür ein besonderer Ort und daher ein wichtiger Partner der Hessischen Landesregierung. Ich bin der Stiftung sehr dankbar für ihr wertvolles Engagement in der Werte- und Demokratiebildung gerade auch für Schülerinnen und Schüler. Es ist daher entscheidend, dass alle Schülerinnen und Schüler sich intensiv mit respektvollem Umgang, demokratischen Werten und der Bedeutung unserer Grundrechte auseinandersetzen. Unsere Schulen sind hier die zentralen Orte zur Wertevermittlung und zum Demokratielernen – das unterstützen wir insbesondere mit unserer landesweiten Initiative zur Wertevermittlung in Schulen und unserer digitalen WERTvoll-Plattform für die Lehrkräfte.“

Am morgigen Samstag lädt die Stiftung die Öffentlichkeit am früheren Point Alpha zu einem vielfältigen Programm ein.

Hintergrund: Gedenkstätte Point Alpha

Der ehemalige „Observation Post Alpha“ an der Grenze zwischen Hessen (Rasdorf) und Thüringen (Geisa) war einer der wichtigsten Beobachtungsstützpunkte der amerikanischen Streitkräfte in Europa und einer der „heißesten“ Punkte im Kalten Krieg. Bis ins Jahr 1990 standen sich hier die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt gegenüber. Heute ist Point Alpha Gedenk- und Lernort zur deutschen Teilung und zur Geschichte des Kalten Krieges. Die länderübergreifende Point Alpha Stiftung, die seit 2008 besteht, trägt die Gedenkstätte. Sie bietet insbesondere für Schulklassen Führungen, Workshops, Projekttage und Zeitzeugengespräche an. 2025 besuchten über 56.000 Menschen die Gedenkstätte, darunter rund 15.200 Schülerinnen und Schüler.

Das Land Hessen unterstützt Point Alpha über die Hessische Landeszentrale für politische Bildung. Zusätzlich ordnet das Bildungsministerium zwei Lehrkräfte mit jeweils halber Stelle an die Gedenkstätte ab.