Bildungsminister Armin Schwarz besucht den ersten Jahrgang des Schulversuchs an Hessens größter technischer Fachschule.
Die Staatliche Fachschule Weilburg-Hadamar startet in diesem Jahr mit dem Schulversuch „Erneuerbare Energien und Energiemanagement" (EEE). Der neue Schwerpunkt der Fachschule Technik bereitet Fachkräfte darauf vor, Anlagen der erneuerbaren Energieerzeugung zu planen, zu betreiben und wirtschaftlich zu bewerten. Bildungsminister Armin Schwarz begrüßte den ersten Jahrgang am Standort Weilburg persönlich und informierte sich bei einem Rundgang über die Labore und den schuleigenen Energiepark.
Fachkräfte für die Energiewende ausbilden
Bildungsminister Schwarz: „In Zeiten knapper Ressourcen, volatiler Energiepreise und steigender Erwartungen an Klimaschutz brauchen wir Fachkräfte, die Technik, Ökonomie und Nachhaltigkeit zusammenbringen. Mit dem neuen Schwerpunkt in Weilburg setzen wir ein klares Zeichen: Berufliche Weiterbildung ist der Motor, mit dem wir die Fachkräfte für eine klimaneutrale Zukunft ausbilden. Wer die Zukunft gestalten will, muss heute in Bildung und Technik investieren. Die Staatliche Fachschule Weilburg-Hadamar ist prädestiniert für das Gelingen eines solchen Schulversuchs, denn sie verbindet moderne technische Ausstattung und Infrastruktur mit einem gut ausgebauten Netzwerk in der Region und engagierten Lehrkräften mit langjähriger und fundierter Expertise".
Schulleiter Holger Schmidt: „Volles Programm, voller Elan: Mit dem Start der Klasse EE 26 setzen wir an der Technikakademie Weilburg ein weiteres klares Signal für die berufliche Weiterbildung mit einzigartigem Campusleben für die Fachkräfte von morgen in Industrie und Handwerk. Unsere neuen Studierenden im Bereich Erneuerbare Energien und Energiemanagement investieren gezielt in eine zukunftssichere Qualifikation. Bereits die erste Woche zeigt das große Interesse und die vielfältigen Erfahrungen bei den künftigen Profis für die Energiewende. Als Schulleiter wünsche ich einen guten Start, anregende Unterrichtsstunden und viel Erfolg.“
Technik, Wirtschaft und Nachhaltigkeit in einem Bildungsgang
Der Lehrplan verbindet technische, ökonomische und rechtliche Inhalte. Die Studierenden lernen nicht nur, wie Energie aus Photovoltaik, Wind, Wasser und Biomasse erzeugt wird, sondern auch, wie sie effizient genutzt, gespeichert und in Netzstrukturen integriert wird. Das Angebot richtet sich an Elektronikerinnen und Elektroniker, Mechatronikerinnen und Mechatroniker, Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker, Technische Systemplanerinnen und Systemplaner sowie verwandte Berufsgruppen mit abgeschlossener dualer Ausbildung.
Die Berufsaussichten der Absolventinnen und Absolventen reichen von Installation und Instandhaltung energetischer Anlagen über technische Beratung und Projektmanagement bis zu Tätigkeiten in Energiepolitik, -recht und Bildung.
Praxisnähe durch Energiepark und regionale Partner
Für den praktischen Teil stehen der schuleigene Energiepark mit fünf Bereichen, moderne Fachräume, Labore und Simulationssoftware zur Verfügung. Zudem wird der Bildungsgang von einem Netzwerk regionaler Partner wie Handwerksbetrieben, der Wärmepumpenakademie, Stadtwerken und der Landesenergieagentur Hessen (LEA) getragen. Sie stellen fachliche Expertise, Praktikumsplätze und Projektaufträge bereit. Die Lehrkräfte der Schule haben sich im Rahmen von Fortbildungsmaßnahmen über zwei Jahre fachlich auf den Start vorbereitet.