Vom 21. bis 27. September findet bundesweit die „Woche der Wiederbelebung“ statt, um auf die Wichtigkeit von Reanimationsfähigkeiten bei allen Bürgerinnen und Bürgern aufmerksam zu machen. Hessen hat als erstes Land im Schuljahr 2024/2025 verpflichtenden Unterricht in Wiederbelebung für die siebten Klassen eingeführt. An mehr als 560 weiterführenden Schulen haben Schülerinnen und Schüler bereits gelernt, wie sie im Notfall einen Menschen wiederbeleben können. Rund 120.000 Jugendliche im Land werden bis zum Ende des Schuljahres die Fähigkeiten über den Schulunterricht erworben haben.
Bildungsminister Armin Schwarz: „Die ‚Woche der Wiederbelebung‘ zeigt, wie wichtig es ist, dass junge Menschen frühzeitig lernen, in einem Notfall richtig zu handeln. Mit unserem Wiederbelebungsunterricht geben wir Schülerinnen und Schülern das Wissen und die Sicherheit mit, im Ernstfall nicht wegzusehen, sondern zuzupacken. Jede und jeder kann Leben retten – das lernen unsere Jugendlichen schon in der siebten Klasse.“
Wiederbelebung wird im Unterricht praktisch geübt
In einer Doppelstunde üben die Schülerinnen und Schüler nach der Methode „Prüfen, Rufen, Drücken“ die lebensrettende Herzdruckmassage an Reanimationspuppen. Umgesetzt wird das Programm im Rahmen der Initiative „HERZSICHER“ in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung und der Björn Steiger Stiftung, die die teilnehmenden Schulen mit Reanimationspuppen ausstattet und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte bereitstellt.
Dr. Sinann Al Najem, Leiter der Abteilung Prävention und Wiederbelebung der Deutschen Herzstiftung: „HERZSICHER setzt bewusst schon in der Schule an: Wer als Jugendliche oder Jugendlicher in Hessen die Herzdruckmassage übt, handelt im Ernstfall sicherer. So tragen wir dazu bei, die Reanimationsquote unter Ersthelfenden bei einem außerklinischen Herzstillstand nachhaltig zu erhöhen."
Katerina Malliou, Geschäftsführerin der Initiative „HERZSICHER“ der Björn Steiger Stiftung: „Mit ‚HERZSICHER‘ statten wir die teilnehmenden Schulen in Hessen mit Reanimationspuppen aus und schulen die Lehrkräfte, damit Wiederbelebung fester Bestandteil des Unterrichts wird. Dass inzwischen mehr als 560 Schulen dabei sind und rund 120.000 Jugendliche die lebensrettenden Handgriffe erlernt haben, zeigt, wie wirkungsvoll und erfolgreich dieses Modell ist."
Schnelles Handeln kann Leben retten
Das Ziel des Unterrichts ist es, junge Menschen in Hessen besser auf den Ernstfall vorzubereiten und so Leben zu retten. Der plötzliche Herztod zählt mit über 65.000 Sterbefällen jährlich zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland, schnelles Handeln von Ersthelferinnen und Ersthelfern kann im Notfall entscheidend sein.