Das inklusive Schulbündnis

Das inkluisve Schulbündnis (iSB)

Gemeinsam Schule gestalten

In Hessen gehen Schulen neue Wege: Mit 90 inklusiven Schulbündnissen besteht ein starkes Netzwerk, in dem Zusammenarbeit großgeschrieben wird. Mindestens einmal im Jahr kommen die Leitungen aller allgemeinbildenden und beruflichen Schulen einer Region zusammen. Ihr Ziel: gemeinsam Lösungen entwickeln und die inklusive Bildung vor Ort aktiv gestalten – praxisnah, abgestimmt und im Sinne der Schülerinnen und Schüler. 

Worum es bei den Bündniskonferenzen geht

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gutes Lernen für alle Schülerinnen und Schüler gelingen kann. Dabei orientieren sich die Schulen konsequent am Wohl der Kinder und Jugendlichen. Konkret bedeutet das:

  • Dem Wunsch der Eltern von Kindern mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung nach einer inklusiven Beschulung grundsätzlich entsprechen können und sich dabei am Kindeswohl ausrichten,
  • Festlegung von verbindlichen, regionalen Grundsätzen zur jährlichen Verteilung der sonderpädagogischen Bildungs- und Unterstützungsleistungen an allgemeinen Schulen,
  • pädagogische Themen gemeinsam bearbeiten: Alles, was für eine inklusive Beschulung wichtig ist, wird offen besprochen und mit Unterstützung aus der Schulaufsicht entwickelt und an der Schule mit den Lehrkräften zusammen umgesetzt.

So laufen Bündniskonferenzen ab

Organisiert und geleitet werden die Bündniskonferenzen von der Schulaufsicht, die einmal jährlich einlädt. Eine Vorbereitungsgruppe aus Schulleiterinnen und Schulleitern sammelt Themen, bereitet die Konferenz vor und moderiert sie selbst.

Das Besondere: Die Schulleitungen bringen ihre eigenen Themen und Herausforderungen an ihre Schulen ein. Eltern- und Personalvertretungen, die Jugendhilfe und die Schulträger und andere wichtige regionale Akteure sind beratend bei vielen Themen mit dabei. So entstehen Lösungen, die direkt aus der Praxis kommen und allen helfen. Das Ministerium unterstützt mit Fortbildungen, Fachtagen und Kooperationszeiten sowie mit dem Projektbüro Inklusion.

Alle Vereinbarungen sind verbindlich für jedes inklusive Schulbündnis. Sie bereichern die Schulentwicklung vor Ort:

Ablauf iSB

Entscheidungen gemeinsam treffen

Hinter den inklusiven Schulbündnissen steht ein moderner Ansatz der Bildungssteuerung: Alle Beteiligten wirken aktiv und in Eigenverantwortung an Entscheidungen mit und gestalten gemeinsam einen verbindlichen Rahmen.

Beschlüsse gelten dann als getroffen, wenn es keine begründeten Einwände mehr gibt. So wird sichergestellt, dass tragfähige Lösungen entstehen, die von allen mitgetragen werden.

So entsteht ein starkes Netzwerk, das Verantwortung teilt und gemeinsam daran arbeitet, inklusive Bildung in Hessen Schritt für Schritt konkret und praxisnah weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen

Der folgende Leitfaden bietet einen genauen Überblick über die Struktur und die Aufgaben der inklusiven Schulbündnisse.