Mit dem neuen bundesweit eimaligen Unterrichtsfach „KI und Digitale Welt“ soll Schülerinnen und Schülern eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Bildung in einer zunehmend digital geprägten Lebens- und Arbeitswelt ermöglicht werden. Das Fach verbindet zentrale Bereiche der Medienbildung, der Künstlichen Intelligenz, der informatischen Grundbildung sowie der Finanz- und Verbraucherbildung und führt diese in einem gemeinsamen fachlichen Zusammenhang zusammen. Ziel ist es, junge Menschen dazu zu befähigen, digitale Technologien und Medien nicht nur sicher und reflektiert zu nutzen, sondern deren Funktionsweisen zu verstehen, Chancen und Risiken einzuordnen und die digitale Welt selbstbestimmt, verantwortungsvoll und kritisch mitzugestalten.
Die Entwicklung des neuen Faches baut auf den Erfahrungen des Schulversuchs „Digitale Welt“ auf. Dieser wurde unter enger Beteiligung von Lehrkräften konzipiert und in der schulischen Praxis erprobt und weiterentwickelt. Auch die Perspektiven von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern flossen in den Schulversuch ein. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung zu einem eigenständigen Unterrichtsfach. Diesem hohen Maß an bisheriger Beteiligung soll auch bei der weiteren Entwicklung hin zu einem eigenständigen Unterrichtsfach Rechnung getragen werden.
Die Einführung eines solchen Faches betrifft nicht allein Schule und Unterricht. Fragen des Umgangs mit Künstlicher Intelligenz, digitalen Medien, Daten, algorithmischen Systemen, wirtschaftlichen Entscheidungen und digitalen Verbraucherwelten haben eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. Umso wichtiger ist es, die Weiterentwicklung des Faches transparent zu gestalten und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.
Mit dem informellen Beteiligungsverfahren möchten wir daher Rückmeldungen zum vorliegenden Entwurf des Kerncurriculums einholen. Von besonderem Interesse ist, ob die fachlichen Leitideen und Schwerpunkte angemessen abgebildet werden, ob die formulierten Kompetenzerwartungen verständlich und praxistauglich sind und ob das Curriculum Lehrkräften eine tragfähige Grundlage für die Gestaltung des Unterrichts bietet. Die Rückmeldungen sollen dazu beitragen, das Kerncurriculum fachlich, didaktisch und mit Blick auf seine praktische Umsetzbarkeit weiterzuentwickeln.