Eine Schülerin beim Reanimationstraining

Sicherheit und Wohlbefinden im Fokus

Verpflichtende Schutzkonzepte, erweiterte Videosprechstunden und Wiederbelebung: Hessen stärkt die psychische und physische Sicherheit an Schulen und setzt auf Prävention.

Eine der wichtigsten Aufgaben von Schulen ist es, Kindern und Jugendlichen ein sicheres und gesundes Umfeld zu bieten. Um das zu unterstützen, werden im kommenden Schuljahr die Maßnahmen im Bereich psychische Gesundheit und Prävention weiter ausgebaut.

Schutzkonzepte gegen Gewalt im Regelbetrieb

Nach einer dreijährigen Entwicklungsphase gehen die schulischen Schutzkonzepte gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch in den Regelbetrieb über. Alle hessischen Schulen sind damit verpflichtet, ein solches Konzept, zugeschnitten auf ihre Gegebenheiten, vorzuhalten. Diese werden von den Staatlichen Schulämtern überprüft. Bei der Ausarbeitung, der Weiterentwicklung und der Umsetzung von Maßnahmen unterstützt das Bildungsministerium mit einem breiten Angebot an Information, Fortbildung und Vernetzungsmöglichkeiten.

Für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen werden die Schulpsychologischen Videosprechstunden inhaltlich erweitert. Auf Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vergangenen Jahre werden dabei vor allem die Themen „Mobbing und Konflikte“ und „Umgang mit Belastungen“ von den beratenden Profis stärker in den Mittelpunkt gerückt. Die Videosprechstunden bieten neben thematischen Beratungsterminen mit Vorträgen auch die Möglichkeit zu privaten Gesprächen mit Schulpsychologinnen und Schulpsychologen.

120.000 Jugendliche im Wiederbelebungsunterricht 

Derzeit lernen Schülerinnen und Schüler bereits an 561 hessischen Schulen, wie sie im Notfall einen Menschen wiederbeleben können. Bis zum Ende des Schuljahres werden seit Beginn des Projekts voraussichtlich rund 120.000 Jugendliche erreicht. Alle Schülerinnen und Schüler in Hessen sollen in der Jahrgangsstufe sieben Wiederbelebungsunterricht erhalten. Der besondere Dank gilt dem Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst, der Johanniter-Unfall-Hilfe, der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung für ihre wertvolle Unterstützung des Wiederbelebungsunterrichts an hessischen Schulen.