Eine Gruppe von Menschen, darunter Bundeskanzler Merz, applaudiert, im Vordergrund umarmen sich eine Schülerin und eine Frau.

Doppelter Grund zur Freude: hessische Schulen werden bundesweit ausgezeichnet

Mit dem Deutschen Schulpreis und dem Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung gehen gleich zwei große Preise nach Hessen - und dazu noch eine gemeinsame Auszeichnung für Wirtschaftsbildung.

Deutscher Schulpreis 2026: Hauptpreis nach Mörfelden-Walldorf

Bei der Verleihung in Berlin haben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz die Preisträger des Deutschen Schulpreises 2026 bekannt gegeben. Zwei davon kommen aus Hessen:

Die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf erhält den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis. An der integrierten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe werden mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler von 250 Lehrkräften unterrichtet. Die Jury hob den reflektierten Umgang mit Digitalität und Daten hervor. Die Schule steuert individuelle Förderprozesse datengestützt, ist Pilotschule der datengestützten Schul- und Unterrichtsentwicklung in Hessen und setzt unter anderem „bettermarks“ in Mathematik sowie künstliche Intelligenz als Lernwerkzeuge ein.

Das Georg-Christoph-Lichtenberg-Oberstufengymnasium in Bruchköbel wird mit einem der weiteren Preise in Höhe von 30.000 Euro ausgezeichnet. Rund 660 Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Bildungsbiografien werden dort erfolgreich zum Abitur geführt. Überzeugt hat die Jury unter anderem die Einführungsphase in Jahrgang 11 mit Lernstandsdiagnosen und passgenauen Förderangeboten sowie Projekte wie „Go and Grow“ im Englischunterricht, Portfolioarbeit und das Tutoriat.

Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung: Auszeichnung für die Freiherr-vom-Stein-Schule

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände zeichnet die Freiherr-vom-Stein-Schule in Immenhausen (Landkreis Kassel) mit dem Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung aus. Die kooperative Gesamtschule versteht künstliche Intelligenz als festen Bestandteil von Schul- und Unterrichtsentwicklung. Alle Schülerinnen und Schüler starten mit dem „KI-Führerschein“, in dem sie Grundlagen zu KI, Prompting, Quellenkritik, Datenschutz, Deepfakes und ethischen Fragen erwerben. Ergänzt wird das Angebot durch eine KI-Sprechstunde und einen eigenen KI-Podcast. Seit dem Schuljahr 2024/2025 bietet die Schule den Schulversuch „Digitale Welt“ an, einen Vorläufer des kommenden Fachs „KI und Digitale Welt“. Im September 2026 wurde sie zudem als hessische MINT-freundliche Schule ausgezeichnet.

Ausgezeichnete Wirtschafts- und Finanzbildung in Hessen

Für ihre Zusammenarbeit für junge Menschen haben das Bildungs- und Finanzministerium den Preis für Wirtschafts- und Finanzbildung der Flossbach von Storch Stiftung erhalten.