Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Gelungene Umsetzung des Startchancen-Programms: Hölderlin-Schule fördert Lesen und Mathematik

Gemeinsam mit der Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Dr. Petra Bahr, hat Staatssekretär Dr. Manuel Lösel heute die Hölderlin-Schule in Bad Homburg besucht, um sich über die Umsetzung des Startchancen-Programms zu informieren.

Die Grundschule besuchen aktuell 446 Kinder mit 45 unterschiedlichen Nationalitäten. Auch aufgrund der diversen Hintergründe ihrer Schülerinnen und Schüler nimmt die Grundschule am gemeinsamen Startchancen-Programm von Bund und Ländern teil. Staatssekretärin Bahr und Staatssekretär Lösel erhielten an der Schule Einblicke in die Projekte, die die Schule mit dieser Unterstützung umsetzt.

Bildungsstaatssekretär Dr. Manuel Lösel: „Am Beispiel der Hölderlin-Schule zeigt sich, wie das Startchancen-Programm vor Ort wirken kann: Mit individueller Förderung, digitalen Lernangeboten und Projekten wie den ‚Heldenforschern‘ erhält jedes Kind, unabhängig vom eigenen Hintergrund, die Chance, seine Stärken zu entfalten. Ich danke dem gesamten Team für sein großes Engagement und freue mich, dass wir heute gemeinsam mit der Bundesstaatssekretärin Erfahrungen austauschen konnten.“

Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Petra Bahr: „Hier an der Hölderlin-Schule können wir ganz konkret sehen, wie das Startchancen-Programm beginnt, vor Ort Wirkung zu entfalten. So viele Engagierte setzen sich Tag für Tag mit Herzblut für beste Bildungschancen und für die Zukunft der jungen Menschen in unserem Land ein. Das Startchancen-Programm gibt Rückenwind, um nachhaltige Verbesserungen zu erreichen. Mit einer modernen Ausstattung, mit Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams und mit auf die spezifischen Herausforderungen der Schule zugeschnittenen Lösungen. Wir erleben eine beeindruckende Aufbruchstimmung. Das gibt große Zuversicht, dass es uns gemeinsam gelingen kann, eine grundlegende Trendwende im Bildungssystem einzuleiten.“

Mathematik, Lesen und soziale Fähigkeiten werden gezielt gestärkt

Die Schule hat es sich zur Aufgabe gemacht, noch gezielter Basiskompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik zu fördern. Als Startchancenschule erhielt die Hölderlin-Schule bereits im vergangenen Schuljahr Zugang zu dem adaptiven Lernsystem „bettermarks“, das die hessische Landesregierung als Unterstützung im Mathematikunterricht allen Schulen zur Verfügung stellt. Erste Erfahrungen aus der Anwendung waren Gegenstand des heutigen Treffens. Außerdem stellte die Schule das Programm „Heldenforscher“ vor, das die sozialen und emotionalen Fähigkeiten der Kinder stärken soll.

Startchancen-Programm soll Bildungschancen an Schulen mit sozial herausfordernden Lagen stärken

Im Einzugsgebiet in der Innenstadt von Bad Homburg liegen unter anderem zwei Kinderheime und eine Flüchtlingsunterkunft. Über das Startchancen-Programm erhalten Schulen in herausfordernden sozialen Lagen zusätzliche Mittel, um herkunftsbedingte Nachteile der Schülerinnen und Schüler auszugleichen und so für mehr Bildungschancen zu sorgen. Die Hölderlin-Schule setzt mit diesen Mitteln außerdem eine intensive Lese- und Mathematikförderung in Kleingruppen um, nimmt an Lernstandserhebungen wie dem „PIKAS-Online-Check“ und „Mathe sicher können“ teil und beschäftigt zusätzliche Kräfte wie eine sozialpädagogische Fachkraft (UBUS) und FSJ-Kräfte, die die Kinder im Schulalltag unterstützen. Grundlage für die Zuweisung des Startchancen-Programms ist der Sozialindex des Landes Hessen. 

Beim Startchancen-Programm investieren Bund und Länder zusammen rund 20 Milliarden Euro in zehn Jahren. Gut 4.000 Schulen deutschlandweit werden hierbei gezielt gefördert.