Jemand hält einen Spielzeugregenschirm über eine Holzfigur

Psychische Gesundheit

Die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern bildet die Grundlage für gelingendes Lernen, soziale Teilhabe und eine positive Lebensperspektive. Wenn junge Menschen sich emotional sicher fühlen, können sie sich besser konzentrieren, motiviert lernen und ihr Potenzial entfalten. Vor dem Hintergrund zunehmender Belastungsfaktoren ist es umso wichtiger, die Förderung psychischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen als eine zentrale Aufgabe von Schulen in den Fokus zu rücken.

Gleichzeitig kommt den in Schule Beschäftigten eine wichtige Rolle dabei zu, Belastungen bei Kindern und Jugendlichen wahrzunehmen und frühzeitig Hilfe zu vermitteln. 

Das Teilzertifikat Psychische Gesundheit ersetzt das bisher zu erwerbende Teilzertifikat Sucht- & Gewaltprävention. Es baut auf der schulischen Präventionsarbeit im Rahmen der Suchtprävention (Suchtpräventionskonzept) und der Gewaltprävention (Schutzkonzept gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch) auf und denkt diese weiter, sodass Synergien zwischen diesen und weiteren Bereichen entstehen (beispielsweise Jugendmedienschutz, Aufklärung über und Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen, Kinderschutz).

Die Basis aller Präventionsbemühungen in diesen Feldern ist die Stärkung der Lebenskompetenz im Sinne der universellen Prävention. Davon ausgehend können im Rahmen gezielter Projekte, Programme oder Veranstaltungen einzelne Phänomene in den Blick genommen werden (zum Beispiel Alkoholprävention, Mediennutzung, Mobbingprävention, Aufklärung über psychische Erkrankungen).

Neben solchen Präventionsangeboten in den verschiedenen Jahrgangsstufen ist eine transparente Beratungs- und Unterstützungsstruktur ein wichtiges Kriterium guter Förderung von psychischer Gesundheit. Durch Früherkennung von Belastungen, Vermittlung von Hilfe und individuelle Förderung im Unterricht können Schülerinnen und Schüler mit Problemen oder (ersten) Symptomen unterstützt werden.

Auf dem Weg zur gesundheitsfördernden Schule und als Wertschätzung der geleisteten Arbeit können Schulen das Teilzertifikat Psychische Gesundheit erwerben. Bis zum Ende des Schuljahres 2025/2026 kann noch das bisherige Teilzertifikat Sucht- & Gewaltprävention erworben bzw. fortgeschrieben werden. Die koordinierenden Fachberaterinnen und Fachberater in den Schulämtern bieten regional Beratung und Unterstützung in Fragen zum Teilzertifikat sowie rund um den Arbeitsbereich an. Bitte wenden Sie sich an das für Ihre Schule zuständige Schulamt.

  • Resilienzförderung und Stärkung der Lebenskompetenzen, um den Schülerinnen und Schülern zu helfen, mit Krisen, Konflikten, psychischen Belastungsfaktoren und Stress umzugehen
  • Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen
  • Beziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften positiv gestalten
  • Sensibilisierung der Lehrkräfte
  • frühzeitiges Erkennen von psychischen Belastungen
  • transparente Beratungs- und Unterstützungsstrukturen
  • individuelle Förderung belasteter Schülerinnen und Schüler

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