Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat einen gemeinsamen Abituraufgabenpool der Länder mit dem Ziel geschaffen, die Vergleichbarkeit der Abituranforderungen in den Ländern zu erhöhen. Dieser enthält Aufgaben für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Biologie, Chemie und Physik. Grundlage der Poolaufgaben sind die Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife.
Hessen hat sich gemeinsam mit allen anderen Ländern verpflichtet, rund 50 Prozent der schriftlichen Prüfungsaufgaben für das Landesabitur aus dem gemeinsamen Abituraufgabenpool der Länder zu entnehmen. Durch die curricularen Anpassungen wird sichergestellt, dass grundsätzlich alle Aufgaben aus dem gemeinsamen Abituraufgabenpool der Länder für die schriftlichen Prüfungen im Landesabitur entnommen werden können.
Die im Jahr 2021 in Hessen erfolgte Verschiebung der schriftlichen Abiturprüfung auf die Zeit nach den Osterferien hat zur Folge, dass – neben den Inhalten der Kurshalbjahre Q1 bis Q3 – auch die Themen des Kurshalbjahres Q4 der gymnasialen Oberstufe bzw. des beruflichen Gymnasiums Bestandteil der schriftlichen Abiturprüfungen sein können. Dies machte ebenfalls eine Anpassung der Themenfelder und Inhalte der KCGO/KCBG erforderlich.
Die Kerncurricula für die gymnasiale Oberstufe (KCGO) und die Kerncurricula für die fachrichtungs- und schwerpunktbezogenen Fächer im beruflichen Gymnasium (KCBG) wurden überarbeitet und sind für die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase zum Halbjahreswechsel des Schuljahres 2024/2025 in Kraft getreten. Sie werden erstmalig die inhaltliche Grundlage für das Landesabitur 2027 sein.